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Region Wunstorf Nachrichten Jetzt darf Fußball-Profi auch Auto fahren
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00:22 16.06.2018
Geschafft: Nach bei Thomas Silbermann (rechts) bestandener Fahrprüfung darf Ajax-Profi Nicolas Kühn nun auch ans Steuer. Quelle: Albert Tugendheim
Wunstorf

Meisterschaft der zweiten holländischen Fußballliga mit Ajax Amsterdam gewonnen, nominiert für das „Tor des Monats“ der ARD-Sportschau und nun auch stolzer Führerscheinbesitzer: Nicolas Kühn hat die Prüfung in dieser Woche bei Fahrschulbesitzer Thomas Silbermann bestanden. Der 18-Jährige stammt aus Wunstorf und steht am Beginn einer möglicherweise großen Karriere als Profi-Fußballspieler. Anfang des Jahres war Kühn von RB Leipzig in die Niederlande gewechselt.

Länderspielerfahrung hat er auch, aus einem Spiel der deutschen U18-Mannschaft gegen Russland resultiert auch seine Nominierung für das „Tor des Monats“. Vor seiner Fahrprüfung sei er „schon ein wenig nervös“ gewesen. „Vor Länderspielen ist das eher schon Routine“ vergleicht er im Gespräch nach der Prüfung. Am Wochenende geht es wieder nach Amsterdam, nächste Woche ist Trainingsauftakt nach der Sommerpause. Kühn darf dann mit der ersten Mannschaft des renommierten Vereins trainieren.

Fährt er am Wochenende denn selbst im Auto nach Amsterdam? „Kann schon sein“, meint er zurückhaltend. Ein Auto wird er bald haben, schließlich ist er Fußballprofi und Mercedes-Benz zählt zu den Sponsoren von Ajax Amsterdam. Die Prüfungsfahrt mit Thomas Silbermann und dem Prüfer führte durch Neustadt und auf die B 6. 45 Minuten musste der 18-Jährige den Wagen lenken und auf alle Regeln achten. Regeln beachten muss er auch auf dem Fußballplatz, allerdings gibt es dort für den flinken Stürmer keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Um 8 Uhr am Morgen startete die Prüfungsfahrt. Reichlich früh für einen Fußballprofi, oder? „Nein“, sagte er, manchmal stehe er um die Zeit schon auf dem Trainingsplatz.

Der nächste Besuch bei der Familie in Wunstorf dürfte nicht so schnell möglich sein, viel Training und hoffentlich viele Spieleinsätze stehen an. Aber er komme immer wieder gerne in die Auestadt, bekennt er. Kontakte zu früheren Freunde habe er auch noch, bis zum Alter von 15 Jahren besuchte Nicolas Kühn die IGS. Mit dem Fußballspielen begann er als Kind in Klein Heidorn, dann spielte er beim 1. FC Wunstorf, wechselte zum FC St. Pauli und später zu Hannover 96. Dann ging es nach Leipzig. Fußball bei Ajax, in der Nationalmannschaft, es ist ein aufregendes Leben, dass das „Millenium-Kind“ (Kühn wurde am 1. Januar 2000 geboren) führt. „Ja, aber das hab ich mir ja so ausgesucht“, sagt er. Manchmal ist das eher ruhige Wunstorf auch ein ganz schöner Ausgleich.

Übrigens: Für Nicolas Kühn kann noch bis Sonnabend im Internet in Sachen „Tor des Monats abgestimmt werden.

Von Albert Tugendheim

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