Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Frank Löffler plant Ausstellung im Tafel-Haus
Region Wunstorf Nachrichten Frank Löffler plant Ausstellung im Tafel-Haus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 31.12.2017
Die ersten Bilder vom ehemaligen Kleinbahnhof hat der Tafelvorsitzende Frank Löffler schon auf seinem Rechner. Für das Sommerfest plant er eine Ausstellung Quelle: Rita Nandy
Anzeige
Wunstorf

 Die Geschichte des Tafel-Hauses möchte Vorstandsmitglied Frank Löffler in einer Ausstellung zeigen.  Früher machte an der Neustädter Straße am Stadtbahnhof die Steinhuder Meer-Bahn Halt. Nach dem Aus der Verbindung sei das Gebäude als Gaststätte und Diskothek genutzt worden. Mittlerweile befindet es sich im Besitz der Wunstorfer Tafel.

Wo früher Reisende Station machten, am Kleinbahnhof, ist nun die Wunstorfer Tafel zuhause. Quelle: Rita Nandy

Zum Sommerfest möchte Löffler die Geschichte des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1905 aufleben lassen. Dafür benötigt er noch Bilder und freut sich über Anekdoten aus der Zeit als Bahnhof oder gastronomische Einrichtung. Ein Werbeplakat aus dem Jahr 1920 lädt beispielsweise Radfahrer und Touristen zum Verweilen ein. Geboten werden „bestgepflegte Biere, gute Speisen und Getränke“. Und alles zu „mässigen Preisen“. 

Im Stadtarchiv ist noch ein Foto des ehemaligen Kleinbahnhofs an der Neustädter Straße zu finden. Quelle: Stadtarchiv Wunstorf

Auf der Suche nach Erinnerungen war beispielsweise das Stadtarchiv behilflich.  Auch wurde beim Verein Steinhuder Meer-Bahn angefragt und Kontakt zum Großenheidorner Dorfchronisten Hans Schettlinger aufgenommen, der Bilder und auch Erinnerungen beisteuern konnte. Zur Fußballweltmeisterschaft 1954 habe er dort auf einem kleinen Fernseher das Endspiel gegen Ungarn verfolgt. In der Ausstellung möchte Löffler ein bisschen Wunstorfer Geschichte zeigen und auch herausstellen, wie wichtig es ist, historische Gebäude zu erhalten. Daher wurde bei der Sanierung die Fassade des Tafel-Hauses nicht einfach neu verputzt, sondern sich an das Original angelehnt. Wer Fotos oder Geschichten zum ehemaligen Kleinbahnhof beisteuern kann erreicht den Vorsitzenden der Tafel Frank Löffler im Tafel-Haus, Neustädter Straße 2, unter Telefon (0 50 31) 700 22 22.

Hinter Restaurant und Wohnhaus liegt der ehemalige Kleinbahnhof. Dort ist mittlerweile die Wunstorfer Tafel zuhause. Quelle: Rita Nandy

Geschichte der Steinhuder Meer-Bahn

Der Verein Steinhuder Meer-Bahn hält die Erinnerung an die Kleinbahn aufrecht. Er sammelt unter anderem alte Fahrzeuge, Dokumente und organisiert Ausstellungen sowie historische Eisenbahnfahrten. Zur Geschichte steht auf der Homepage: 1898 nahm die Steinhuder Meer-Bahn den Betrieb auf. Die rund 52 Kilometer lange Strecke reichte von Wunstorf über Steinhude, Bad Rehburg, Stolzenau und Uchte. Am Wochenende transportierte die Schmalspureisenbahn vor allem Ausflügler, werktags Pendler und Schüler sowie Güter. 

1905 wurde das Kaliwerk an den Schienenverkehr angeschlossen. Der dreischienige Ausbau ermöglichte die Fahrt von Normalspur- und Schmalspurfahrzeugen. 1935 wurde aufgrund der geringen Nutzung zunächst der Abschitt Uchte-Rehburg Stadt eingestellt. 1964 fuhr schließlich der letzte Personenzug. 1970 wurden auch keine Güter mehr transportiert.  Einzig Kali-Produkte werden noch auf der Stecke befördert.

Von Rita Nandy

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Nachrichten Unser Veranstaltungstipp - Ratsband tritt in Hagenburg auf

Die Ratsband Stadthagen spielt am Sonntag, 14. Januar, in der St.-Nicolai-Kirche in Hagenburg.  Außerdem treten vier Abiturienten als Solisten auf.

31.12.2017

Bei zwei Einbrüchen am Mittwochnachmittag in der Kernstadt und in Luthe haben die Täter nur in einem Fall eine Beute an sich bringen können. Bei der zweiten Tat wurden sie offenbar gestört.

31.12.2017

Glühwein, Eierpunsch, Pizza, Bratwurst und Pilzpfanne: Vier Wochen lang bot der Weihnachtsmarkt vor der Stadtkirche Köstliches für die Besucher an. Am Mittwochabend  werden die Buden abgebaut.

30.12.2017
Anzeige