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Region Wunstorf Nachrichten Fliegerhorst wird ausgebaut
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16:39 18.02.2009
Von Jörg Rocktäschel

Das hat Generalleutnant Johann-Georg Dora, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, an diesem Montagabend am Rande des Jahresessens der Landesgruppe Niedersachsen der Reservisten betont. Trotz aller Meldungen über die Verzögerungen beim Bau des neuen Flugzeugs sowie der aufgetretenen technischen Probleme gebe es zurzeit keine Anzeichen dafür, dass der A 400 M nicht komme.

Ausbauplanung und Errichtung der neuen Infrastruktur auf dem Fliegerhorst nähmen ohnehin rund fünf Jahre in Anspruch, sagte Dora. Das wäre deutlich später als die ursprünglich für 2011 angekündigte Auslieferung der ersten Flugzeuge.

Kommodore Bernhard Altersberger will gar nicht erst den Eindruck aufkommen lassen, nun sei genügend Zeit da, den Fliegerhorst im Langsamgang auszubauen. Es sei seine Aufgabe, die Arbeiten mit hohem Druck voranzutreiben. Er vermutet, dass es auf eine Punktlandung hinauslaufe: A 400 M und der Ausbau werden zeitgleich fertig.

Die Verzögerung führe allerdings zu erheblichen Anforderungen an das logistische System, sagte Dora. Es sei sehr teuer, ein altes Flugzeug sicher zu unterhalten. Sicherlich könnten nicht alle Transall einfach zehn Jahre weiterfliegen, sondern nur ein Teil davon. „Unsere Transportstaffel ist der Garant dafür, dass unsere Einsätze funktionieren", sagte der General. Noch stünden keine Leben auf dem Spiel. Die Bundeswehr wolle sich aber bei zu großer Verzögerung bei der Einführung eines Nachfolgers keinesfalls vorwerfen lassen, sie sei für Unfälle mit überalterten Maschinen verantwortlich.

Es sei noch zu früh, darüber zu spekulieren, was geschehe, wenn der Nachfolger doch nicht ausgeliefert werde, sagte Altersberger. Es gebe noch kein klares Lagebild. Der Ausbau des Fliegerhorstes nach Nato-Standard sichere den Betrieb auch mit anderen Flugzeugen. Doch die sind laut Dora nicht so einfach zu beschaffen. Zwar gebe es im außereuropäischen Raum andere Transportflugzeuge, die mehr Ladung als die Transall aufnehmen können. Doch diese Flugzeuge entsprächen nicht unbedingt den taktischen Anforderungen, die die Bundeswehr stellt, seien somit keine echte Alternative. Dora stellte fest, dass die Anforderung an das neue Flugzeug von Anfang an bekannt waren. Es seien nachträglich nicht, wie von der Industrie behauptet wurde, zusätzlich Spezifikationen gefordert worden. Die Industrie sei nun an der Reihe, die technischen Defekte zu beseitigen.

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