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Region Wunstorf Nachrichten Stadt ringt noch um Fläche für Uferweg
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00:18 26.01.2018
Blick von der Hafenstraße zum Ferienpark. Dort soll der Uferweg entstehen. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

 Am 24. Januar 2008, am Mittwoch also genau vor zehn Jahren, ist der Bebauungsplan rechtskräftig geworden, mit dem der Rat seinerzeit den Bau eines weiteren Uferwegs am Steinhuder Meer beschlossen hat. Noch immer liegt die Stadt aber im Rechtsstreit, um sich die notwendigen Flächen zwischen der Hafenstraße und dem Grünstreifen am Ferienpark dafür zu sichern. Derzeit wartet die Verwaltung noch auf eine Entscheidung des  Amtsgerichts Neustadt.

Zusätzliche Wegeverbindungen direkt am Ufer entlang sind in Steinhude schon lange in der Diskussion, um Einheimischen und Touristen attraktivere Wasserzugänge zu schaffen. Der neue, 170 Meter lange und 2,50 Meter breite Abschnitt soll auf so genannten Anwachsflächen vor den eigentlichen Grundstücken entstehen. Diese hatte das Land als Meereseigentümer  zunächst an die Anlieger verpachtet. Als sich abzeichnete, dass die Verträge auslaufen und die Flächen anders genutzt werden können, beschloss der Rat den Bebauungsplan mit dem neuen Weg – gegen den es damals schon kräftigen Widerstand gegeben hatte. Die Entscheidungsträger bewerteten den Gewinn für die Öffentlichkeit damals aber als gewichtiger.

Gegen den Beschluss wehrten sich Anlieger in einem Normenkontrollverfahren bis zum Bundesverwaltungsgericht, allerdings ohne Erfolg. Ein Besitzer wollte die Flächen aber trotzdem nicht herausgeben, woraufhin die Stadt auch mit einer Räumungsklage beim Oberlandesgericht Celle Erfolg hatte. „Wir befinden uns jetzt in der Vollstreckung“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum –doch auch die gestaltet sich schwierig. Da es auf Seiten der Gegenpartei einen Erbfall gegeben hat, muss jetzt beim Amtsgericht noch in einem Nachlassverfahren geklärt werden, ob in die Auseinandersetzung um das Grundstück jetzt auch noch weitere Beteiligte einzubinden sind. 

Im Haushalt sind für die Zeit nach dem aktuellen Planungszeitraum 80.000 Euro für die weitere Planung und den Bau vorgesehen. „Das ist als Merkposten so aufgenommen, weil die Verfahren noch abgewartet werden sollten“, sagt Stockum. Wenn die Stadt die Flächen hat, könne der Posten dann vorgezogen werden – wie weit, entscheide die Politik. Der Weg soll eine Schotterdecke bekommen und beleuchtet werden.

Von Sven Sokoll

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