Navigation:
Dorfchronist Hans Schettlinger hat zahlreiche Materialien über Großenheidorn zusammengetragen.

Dorfchronist Hans Schettlinger hat zahlreiche Materialien über Großenheidorn zusammengetragen.
© Rita Nandy

Wunstorf

Dorfchronist arbeitet an seinem vierten Buch

Dorfchronist Hans Schettlinger arbeitet am vierten Band zu Großenheidorns Geschichte. Darin geht es auch um die Steinhuder Meer-Bahn. Für den Bahnverein erstellt er außerdem ein Archiv.

Großenheidorn.  Wer etwas über Großenheidorn wissen möchte, ist bei Hans Schettlinger an der richtigen Adresse. Der Dorfchronist arbeitet derzeit am vierten Band über den Wunstorfer Ortsteil. Darin werden unter anderem die beiden ältesten Häuser vorgestellt und über die Steinhuder Meer-Bahn berichtet. 180 bis 200 Seiten soll der neue Chronikband dick werden. Anders als noch bei Band 3 will sich Schettlinger dieses Mal mit der Fertigstellung etwas Zeit lassen. Das Werk über Großenheidorn-Strand sollte damals unbedingt noch vor Weihnachten fertiggestellt werden. Ab Oktober habe er täglich von 8 Uhr morgens bis nachts 3 Uhr daran gearbeitet, erzählt der 76-Jährige. Es hat sich offenbar gelohnt. Der Band war gefragt. Von 500 Exemplaren sind nur noch 30 übrig. 

90 Kartons beinhalten Wissenswertes über Großenheidorn

Für sein neues Werk kann Schettlinger auf sein umfangreiches Archiv zurückgreifen. 90 Kisten und zahlreiche Bücher stapeln sich in Regalen in seinem Keller. Seit Mitte der siebziger Jahre ist so einiges an Zeitungsartikeln, Fotos und Dokumenten zusammengekommen. Auch aus Nachlässen erhält er Wissenswertes über Großenheidorn. Anfangs habe er alles fein säuberlich in Ordnern abgeheftet, dann von Stadtarchivar Klaus Fesche den Tipp mit den Kartons erhalten. Mittlerweile ist vieles auch im Computer archiviert. Seine Informationen hat der gebürtige Schlesier in zehn Hauptgruppen unterteilt. Dazu zählen Personen, die Zeit von der Gründung bis zur Neuzeit sowie die Gemeinde- und Ratspolitik.

Ein Stapel mit alten Zeitungen blickt auf Ereignisse über die Ortsgrenze hinweg. Sie handeln vom Kennedy-Mord, der Flutkatastrophe in Hamburg und dem Tod von Altkanzler Helmut Schmidt. „Ich würde gerne mal einen Vortrag halten, der die Weltpolitik mit Großenheidorn verbindet“, sagt Schettlinger, der als Kind mit seinen Eltern aus Schlesien nach Wiedenbrügge geflüchtet ist. Seit 1968 wohnt er in Großenheidorn. Schettlinger lobt die gute Dorfgemeinschaft, in die er sich in zahlreichen Vereinen und auch in der Politik eingebracht hat. „Dadurch entwickelt man Wurzeln.“ So hat der Maschinenbauingenieur, der 35 Jahre bei Marley gearbeitet hat, auch ein Angebot nach Hamburg zu gehen ausgeschlagen. 

Dorfchronist Hans Schettlinger stellt auch ein Archiv für den Verein Steinhuder Meer-Bahn zusammen 

Dorfchronist Hans Schettlinger stellt auch ein Archiv für den Verein Steinhuder Meer-Bahn zusammen. 

Quelle: Rita Nandy

Aufbau eines Archiv für den Steinhuder Meer-Bahn-Verein

Angenommen hat er hingegen die Bitte des Steinhuder Meer-Bahn-Vereins, ihre Dokumente zu archivieren. „Ich bin von 1953 bis 64 Steinhuder Meer-Bahn gefahren“, erzählt Schettlinger. Was ihn erstaunt. 1896 habe es erste Pläne für die Schmalspurbahn gegeben. Bereits zwei Jahre später sei der Fahrbetrieb aufgenommen worden.  Anders als bei der Nordumgehung. Dazu habe er in den Unterlagen der Meer-Bahn erste Unterlagen aus dem Jahr 1953 gefunden. „Darin ist der Steckenvelauf afugezeichnet. Der ist identisch mit dem heutigen“, sagt er schmunzelnd.

Von Rita Nandy


Anzeige

Wunstorf ist ...

  • ... eine Stadt westlich von Hannover mit 14 Stadtteilen und 43.000 Einwohnern
  • ... bekannt für seine Lage am Steinhuder Meer
  • ... westlichster Zipfel des Calenberger Lands
  • ... Standort des größten fliegenden Verbands der Luftwaffe und einer großen psychiatrischen Klinik
  • ... mit der vielleicht schönsten historischen Altstadt in der Region ein lohnenswertes Ausflugsziel
  • ... 6x pro Woche Thema in der Leine-Zeitung, die als Heimatzeitung in Wunstorf der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.