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Region Wunstorf Nachrichten Lehmann stellt Bauprojekte vor
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12:18 09.02.2018
Der städtische Baureferatsleiter Robert Lehmann spricht beim Heimatverein Wunstorf über aktuelle Projekte. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

 Einen Parforceritt durch die Stadtentwicklung hat der städtische Baureferatsleiter Robert Lehmann am Donnerstag beim Heimatverein Wunstorf unternommen, in dessen Info im Rathaus sich das Publikum dicht drängte. Aus erster Hand erfuhren die Zuhörer viel über aktuelle Projekte, darunter auch einige, die noch ganz am Anfang stehen.

Bei der Vielzahl der Flächen, die im Moment für neue Wohnbebauung vorbereitet werden, nannte Lehmann als neue auch die frühere Plantage Engelke südich des Plantagenwegs und eine benachbarte freie Fläche, wo 80 bis 90 Wohneinheiten und perspektivisch auch ein Kindergarten geschaffen werden sollen. Im April solle das Konzept erstmals im Ortsrat präsentiert werden. 

Für die Vion-Industriebrache nördlich des Luther Wegs wird nach dem Abschluss eines Wettbewerbs nun nach einen Investor gesucht, um die rund 230 Wohneinheiten und einen Park zur Bahnstrecke hin realisieren zu können. „Wir sind mit mehreren im Gespräch, vielleicht lässt sich das auch nur in einer Kooperation umsetzen.“ In dem früheren Verwaltungsgebäude sind allerdings auch bis 2021 noch Flüchtlinge untergebracht, ebenso wie die Außenstelle der IGS.

Kritik an Fällungen im Bürgerpark

Dass für das Wohnbauprojekt in und an der Mühle Langhorst Bäume im benachbarten Bürgerpark fallen mussten, nannte Lehmann „bitter“, aber es sei ein notwendiger Kompromiss gewesen. Auch aus dem Publikum heraus gab es Kritik an dieser Entscheidung der Politik. Grundsätzlich verteidigte Lehmann aber den Kurs, in der bestehenden Bebauung Lücken zu bebauen, statt am Stadtrand immer mehr Landschaft zu verbrauchen. Auf dem Areal von früherem Freibad und Jahnplatz soll aber auf jeden Fall viel Grün erhalten bleiben, auch wenn die Diskussion darüber, in welchem Umfang und was dort gebaut wird, erst am Anfang steht.

Die Innenstadt ist insgesamt auch für Lehmann ein Aushängeschild, wenn auch mit Sorgenkindern. Bei den geplanten Investitionen an der Nordstraße machte er deutlich, dass die gewünschten Abrisse in dem denkmalgeschützten Ensemble nicht einfach möglich sein werden. An der Südstraße ist das kein so großes Hindernis, doch hier machen viele Gebäude keinen guten Eindruck mehr. „Ich sehe dort Handlungsbedarf.“ Allerdings liege der Ball vor allem bei den Eigentümern. Die Stadt können nur für ein ordentliches Umfeld sorgen, nur begrenzt könnten auch öffentliche Fördermittel einen Sanierungsprozess antreiben.

Kein Freund von mehr Parkplätzen

In der Diskussion um zusätzliche Parkangebote in der Stadt machte Lehmann deutlich, dass er persönlich das eher skeptisch sieht. Er zitierte seinen Professor: „Wer Parkplätze sät, wird Autos ernten.“ Mit mehr als 1000 Parkplätzen in der Innenstadt sei Wunstorf eigentlich gut aufgestellt. Den Prüfauftrag der Politik werde die Verwaltung aber natürlich abarbeiten. Klar ist auch, dass die Nordumgehung, für die schon ab diesem Jahr die ersten Ausgleichsmaßnahmen gebaut werden sollen, für erhebliche Veränderungen in der Stadt führen werden.

Zum Barneplatz erläuterte Lehmann, warum der Umbau nicht so schnell vonstattengeht wie gewünscht. „Es ist eine vertrackte Situation“, sagte er: Die Grundstücksgrenzen verlaufen so, dass die Stadt nur über einen Teil der Flächen frei verfügen kann. Und nicht alle Eigentümer sind gleich kooperativ. Die Verwaltung will aber weiter am Ball bleiben.

Von Sven Sokoll

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