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Nachrichten LTG 62: Neues Medizin-Gebäude entsteht
Region Wunstorf Nachrichten LTG 62: Neues Medizin-Gebäude entsteht
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00:18 30.09.2018
Die Ehrengäste ziehen den Richtkranz hoch. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Beim grundlegenden Umbau des Fliegerhorstes ist am Donnerstag bereits zum zwölften Mal ein Richtfest gefeiert worden. Seit einem Jahr entsteht ein Gebäude, das zwei medizinische Funktionen vereinen wird: Die ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen des fliegenden Personals werden dort künftig ebenso untergebracht wie Rüstsätze, mit denen die Flugzeuge des Typs Airbus A400M für medizinisch begleitete Evakuierungen ausgerüstet werden können. Bis Ende nächsten Jahres sollen 8,4 Millionen Euro investiert werden. Der Rohbau ist schon einmal schneller fertig gewesen, als eigentlich erwartet worden war.

Für den neuen Komplex mussten unter anderem das alte Freibad und der alte Tower abgerissen werden. In einem höheren Hallenbereich am Flugfeld können zwei komplett vorbereitete MedEvac-Sätze gelagert werden, die so binnen kurzer Zeit in ein Flugzeuge eingebaut werden können. Insgesamt passen sogar sechs solcher Intensiveinheiten in einen A400M. Angrenzend gibt es Lagermöglichkeiten für weitere Einzelkomponenten, Arznei- und Verbandmittel. Kommodore Ludger Bette berichtete, dass das Lufttransportgeschwader 62 bereits seit Anfang August eine Bereitschaft versieht, mit der die Flugzeuge innerhalb von zwölf Stunden umgerüstet in der Luft sein müssen –und schon in zwei Fällen praktisch unter Beweis gestellt haben, dass es klappt.

In den flacheren Teil des Gebäudes wird Fliegerärztin Astrid Berg mit ihrem Team einziehen. Trainings- und Physio-Räume sind dort ebenso vorgesehen wie eine Fahrzeughalle für zwei Einsatzfahrzeuge. Insgesamt entstehen 2000 Quadratmeter neuer Nutzflächen.

In den nächsten Jahren stehen an größeren Projekten noch ein neuer Tower, eine Betankungsanlage, eine Erweiterung der Feuerwachche und eine Sanierung der Abwasseranlagen an. „Dass der Ausbau hier bisher über all die Jahre sehr geräuschlos gewesen ist, zeigt die Leistung derer, die am Planungs- und Bauprozess beteiligt sind“, betonte Peter Bröker, Leiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine. Für Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), der auch erschienen war, sind die Investitionen in den Bundeswehrstandort Wunstorf auch für Niedersachsen gut. Er dankte zudem den Soldaten für ihren selbstlosen Einsatz.

Dienstältester Kommandeur verabschiedet sich

Nicht nur bei den Gebäuden gibt es Neuerungen, auch einen personellen Wechsel hat das Geschwader am Donnerstag begangen. Mit seinen fünfeinhalb Jahren an der Spitze der Fliegenden Gruppe war Oberstleutnant Torsten Rau mittlerweile der dienstälteste Gruppenkommandeur der Luftwaffe. „Es waren wohl die spannendsten, aber auch arbeitsreichsten Jahre, die man sich als Kommandeur einer fliegenden Gruppe vorstellen kann“, wie sein Chef Ludger Bette unterstrich.

Der 50-jährige Rau ist stolz, diese Zeit mit dem Wechsel von der Transall zum A400M federführend mitgestaltet zu haben, wechselt jetzt aber nach Köln zum General Flugsicherheit beim Luftfahrtamt der Bundeswehr. Sein Nachfolger Hans Gerisch ist zehn Jahre jünger und kommt aus dem Bundesverteidigungsministerium, hatte aber auch schon Stationen in Wunstorf, zuletzt bis 2015 in der Ausbildungsinspektion.

Von Sven Sokoll

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