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Die Abdeckung der Asbesthalde in Luthe ist günstiger geworden als geplant.

Die Abdeckung der Asbesthalde in Luthe ist günstiger geworden als geplant.
© Sven Sokoll

Wunstorf

Wasser unter Halde wird sauberer

Nach dem Ende der Asbesthaldenabdeckung sieht die Region Anzeichen für eine verbesserte Grundwasserqualität. Außerdem war das Projekt deutlich günstiger als geplant. 

Luthe.  Die Abdichtung der Asbesthalde auf dem früheren Fulgurit-Gelände in Luthe war günstiger, als die Region es geplant hatte. Und für das Grundwasser gibt es erste Anzeichen, dass der Zustand sich im Haldenbereich und in der angrenzenden Zone verbessert habe.  Das geht aus einem Bericht der Verwaltung hervor, der am Dienstag, 16. Januar, im Umweltausschuss der Region vorgestellt werden soll.

Die Anfang der neunziger Jahre geschlossene Firma Fulgurit war einst ein großer Produzent von Asbestzementteilen gewesen. Nachdem Versuche gescheitert waren, die rund 160 000 Kubikmeter asbestzementhaltige Produktionsabfälle auf Deponien zu bringen, hatte die Region sich 2014 entschieden, die Halde mit Kunststoffbahnen und einer begrünten Erdschicht abzudichten. Das begann im vergangenen Jahr und konnte innnerhalb des Zeitplans abgeschlossen werden. Die Kosten liegen insgesamt bei 3,1 Millionen Euro und damit rund eine halbe Million unter dem Plan. Das Land übernimmt davon 1,6 Millionen Euro, bei der Region verbleibt der etwas kleinere Teil.

Eingerechnet in die Kosten ist auch das weitere Grundwassermonitoring, das für fünf Jahre geplant ist. Nach den ersten Untersuchungen aus diesem Jahr gibt es einen Hinweis auf eine Verringerung der Belastungen, der in den nächsten Jahren aber noch bestätigt werden muss. Zu kontinuierlichen Messungen an einem Brunnen kommen alle zwei Monate noch Proben aus weiteren, die untersucht werden.

Was die Belastung der Arbeiter mit Asbestfasern angeht, so habe es keine besorgniserregenden Auffälligkeiten gegeben. Sie hatten täglich eine Schleuse passieren müssen und unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet. „Die Belastung im weiteren Umfeld der Baumaßnahme lag innerhalb und sogar unterhalb des Bereichs, der nach Vergleichsdaten in der Bundesrepublik üblich ist“, betonen die Verfasser des Berichts.

Von Sven Sokoll


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