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Region Wennigsen Nachrichten Würde ein Kreisel den Verkehr hier besser regeln?
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16:44 07.12.2017
Unübersichtliche Kreuzung: Wennigsen hat den Verkehr auf der Hauptstraße/Ecke Argestorfer Straße messen lassen. Der mobile Zähler war rechts an dem Laternenmast montiert. Die Zahlen sollen Aufschluss darüber geben, ob ein Kreisel den Bereich sicherer gestalten würde. Quelle: Jennifer Krebs
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Wennigsen

 Aufmerksamen Autofahrern ist das seltsame Gestänge aufgefallen, das an der Straßenlaterne bei Heitmüller vor der Einfahrt zum Parkplatz Friedhof angebracht war. Der mobile Zähler war montiert worden, um den Verkehr an diesem Knotenpunkt zu messen. Bis auf die Masthalterung ist die elektronische Vorrichtung bereits wieder abgebaut. 

Für die bevorstehende Sanierung der Hauptstraße ist das Ingenieurbüro BPR aus Hannover nach einer europaweiten Ausschreibung mit der Generalplanung über die Gestaltung der Verkehrsanlagen beauftragt. „Dazu zählt auch der Kreuzungsbereich Hauptstraße/Argestorfer Straße“, sagt Wennigsens Stadtplanerin Anne-Katrin Beyer, die die Sanierung der Ortsmitte koordiniert. Und in diesem Zusammenhang werde nun nach einer gestalterischen Lösung für den Kreuzungsbereich gesucht, die den Verkehrsfluss verbessert und die Kreuzung sicherer macht. Die Verkehrserhebung ist Grundlage für die weitere Planung.

Gezählt wurde am Dienstag zu den Verkehrsspitzen morgens zwischen 6 und 10 Uhr und nachmittags von 15 bis 19 Uhr. Um besorgte Autofahrer zu beruhigen: Es wurden weder Kennzeichen erfasst noch Fotos oder Videoaufzeichnungen gemacht. Bei der Verkehrszählung geht es allein um die Fahrzeugklassen. Jedes Fahrzeug wird von dem Gerät erkannt. Dabei kann es durch die Technik unterscheiden, ob es sich um ein Motorrad, einen Bus, einen Laster oder ein Auto handelt. Auch die Fahrtrichtung, von wo nach wo das Fahrzeug fährt, wurde erfasst.

Erste Planungskonzepte sollen im Januar fertig sein

Ob ein überfahrbarer Minikreisel, eine abknickende Vorfahrt oder die bestehende Situation für die Heitmüller-Kreuzung die beste Lösung ist, wollen die Planer in einem Verkehrsgutachten gegenüberstellen. „Die Arbeitsgruppe Hauptstraße wird die Entscheidungsfindung vorbereiten“,  sagt Stadtplanerin Anne-Katrin Beyer. Und letztlich müsse dann der Rat der Gemeinde die Umsetzung beschließen.

Erste Planungskonzepte soll der beauftragte Generalplaner BPR am 30. Januar 2018 in der nächsten Sitzung der AG-Hauptstraße vorstellen. Aktuell sei dies das wichtigste Thema in der neu zusammengesetzten Rats-Arbeitsgruppe, sagt Beyer. In der November-Sitzung hatte sich das Ingenieurbüro aus Hannover in der Arbeitsgruppe vorgestellt. Die Planer wollen Wennigsens Zentrum so gestalten, wie es der Identität des Ortes entspricht. 

Ziel der Gemeindeverwaltung ist es, die Planungen unter Beteiligung der Öffentlichkeit im kommenden Jahr durchzuführen, um schnellstmöglich mit der Umsetzung beginnen zu können. Mit Beginn der Baumaßnahmen sei aber erst 2019 zu rechnen, schätzt Beyer.

 

Die Daten, die an dem Messpunkt erfasst wurden, werden nun ausgwertet. Zahlen lägen ihr noch nicht vor, sagt Beyer. In der Vergangenheit war bereits über einen Minikreisels an der Heitmüller-Kreuzung diskutiert worden. Auf Basis der aktuellen Zählergebnisse und unter Berücksichtigung neuer Baugebiete im Einzugsbereich werde nun ein Verkehrsgutachten erstellt, kündigt Beyer an. 

Ob ein Kreisel, eine abknickende Vorfahrt oder die bestehende Situation die beste Lösung ist, werde das Gutachten mit den Vor- und Nachteilen aufzeigen, betont die Stadtplanerin. Auch die Kosten müssten gegenübergestellt werden. Und da die Argestorfer Straße eine Landesstraße ist, müsse auch der Straßenbaulastträger beteiligt werden. 

Von Jennifer Krebs

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