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Region Wennigsen Nachrichten Wertstoffinsel verhindert Aufladen von E-Autos
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22:24 06.02.2018
Derzeit kann die Ladesäule am Heisterweg kaum genutzt werden. Quelle: Sacha
Wennigsen

 Eine Stromtankstelle, an der Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können – eigentlich eine gute Idee. Nur nützt so eine Ladestation nichts, wenn sie nicht angefahren werden kann. Das ist aktuell in Wennigsen der Fall. Denn die im Sommer vergangenen Jahres vom Energieversorger Avacon aufgestellte Ladesäule kann nicht angefahren werden. „Die vorgesehenen Parkplätze sind total vermüllt, mit dem Auto kommt man nicht an die Tankstelle ran“, beschwert sich eine Bürgerin. 

Das Problem ist der Gemeinde bekannt: Die nahe der Mittelspannungsstation am Heisterweg installierte Schnellladesäule mit zwei Aufladeplätzen steht zu nah an der Wertstoffinsel, ist daher häufig mit Müll voll gestellt. Die Verwaltung sucht nun nach Lösungen für das Problem. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Fachbereichsleiterin Ulrike Schubert. Ihr zufolge sei die Ladesäule installiert worden, ohne dass Avacon und Abfallentsorger Aha mit der Gemeinde vorher einen alternativen Standort für die Wertstoffinsel abgestimmt haben. „Die Wertstoffinsel wollen alle haben, aber eben nicht vor der eigenen Haustür.“ Daher gebe es momentan keine geeignete Stelle in der Gemeinde, wo die Wertstoffinsel hin verlegt werden könnte. „Sie muss ja auch weit genug von den anderen Wertstoffsammeltstellen entfernt sein“, sagt Schubert. 

Der Hintergrund des Problems: Ursprünglich hätte die Tankstelle auf einem anderen Parkplatz auf dem Gelände installiert werden sollen. „Doch die Anschlussstellen waren nunmal dort, wo die Säule jetzt steht“, sagt Schubert. Für Avacon sei es zu kostenintensiv, die Anschlussstellen umzusetzen, also habe man einfach die Ladesäule versetzt. 

Auch Bürgermeister Christoph Meineke versichert, dass eine Lösung so schnell wie möglich geschaffen werden soll. Das sei allerdings nicht so unproblematisch – immerhin ist nicht jeder Standort für Glascontainer geeignet, da die Abfuhrfahrzeuge sehr schwer sind. „Zudem ist es ja auch eine Lärmfrage“, sagt Meineke. Man müsse daher einen Standort finden, bei dem der Lärm nicht all zu sehr stört, der aber dennoch öffentlich gut einsehbar ist. „Ansonsten vermüllen die Wertstoffinseln leider schnell“, sagt Meineke und auch Schubert ergänzt: „Wir suchen nach einer Lösung – Die wird es zwar nicht in den kommenden Wochen geben, aber sicherlich im Laufe diesen Jahres.“ 

Autos brauchen nur eine Stunde zum Aufladen

Seit dem vergangenen Sommer steht die Ladestation von Avacon am Heisterweg. Dort können E-Autos – theoretisch –  auf zwei öffentlichen Parkplätzen der Gemeinde vor dem Bauhofgelände abgestellt und aufgeladen werden. Die Ladestation ist mit einer Leistung eingerichtet, die es möglich macht, ein E-Auto innerhalb von nur etwa einer Stunde fast komplett aufzutanken. Der Strom wird mit einem speziellen Kartensystem nach einem entsprechenden Gebührenmodell bezahlt. Für das Laden der Auto-Energiespeicher über ein Stromkabel gibt es einen Stecker, der universell für alle Elektroautos nutzbar ist. Der Energieversorger hatte die Stromtankstelle auf eigene Kosten installiert und ist auch für die Wartung sowie für die Kostenabrechnungen zuständig.

Eine weitere Möglichkeit ihr Auto aufzuladen, haben Wennigser seit drei Jahren auf dem Edeka-Kundenparkplatz an der Hauptstraße. Dort ist das Angebot kostenlos nutzbar. Die Edeka Mitarbeiter schalten die Steckdosen auf Wunsch frei. 

Von Lisa Malecha

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