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Region Wennigsen Nachrichten VVV sucht Fotos und Dokumente aus 125 Jahren
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11:27 29.07.2018
Peter Simon (von links), Franz Blazek, Carsten Mehlhop, Monika Mainka und Detlef Mainka sind Teil der Arbeitsgruppe, die derzeit an der Chronik des VVV arbeitet. Quelle: privat
Wennigsen

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Wennigsen will pünktlich zu seinem 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 eine Chronik herausbringen. In dem Buch soll auch beschrieben werden, was die Gemeinde Wennigsen und den VVV in den letzten 125 Jahren bewegt hat.

„Leider ist die Historie vom VVV nicht sonderlich gut dokumentiert, beziehungsweise uns lagen keine weiteren Unterlagen vor“, sagt der Vorsitzende Carsten Mehlhop – und hofft nun auf Hilfe der Wennigser. „Jeder, der Geschichten oder Bilder zur Vereinshistorie, aber auch Informationen zur Geschichte der Gemeinde ab dem 19. Jahrhundert hat, kann sie uns gerne zur Verfügung stellen oder ausleihen.“ Zunächst würden die Informationen in einem Buch verarbeitet, aber er könne sich auch vorstellen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein richtiges Archiv in Wennigsen aufzubauen. Denn Archive seien das Gedächtnis einer Stadt oder Gemeinde – und in Wennigsen fehlt derzeit ein zentraler Ort, an dem alle wichtigen Dokumente zur Ortsgeschichte aufbewahrt und eingesehen werden können.

Der Merian-Stich von Wennigsen ist um 1650 und wird sicherlich auch im Buch des VVV gezeigt werden. Quelle: privat

Der VVV wurde am 9. Oktober 1896 vom Wennigser Oberförster Fritz Bank gegründet. In einem Findlings-Inschrift steht gemeißelt, dass sich Bank im Jahre 1896 „um die Erschließung des Deisters durch Verbesserung der Waldwege, die Anlegung neuer Wege, die Aufstellung neuer Ruhebänke und die Gründung des Verschönerungsvereins Wennigsen“ verdient gemacht habe. Schon im Gründungsjahr konnte der Oberförster 125 Mitglieder für den neuen Verein gewinnen.

Vor allem Dokumente und Fotos aus dem 19. Jahrhundert und der Zeit des Zweiten Weltkriegs seien nicht gut aufgearbeitet worden, sagt Mehlhop. Denn der Verein war auch eine Weile inaktiv. Unterlagen habe es kaum gegeben, als der Verein 2002 seine Arbeit wieder aufnahm. Nachdem der VVV seine Aktivitäten im Ersten Weltkrieg eingestellt hatte, diese 1924 wieder aufnahm und schließlich 1926 offiziell wiedergegründet wurde, setzte sich der Verein für viele Projekte ein.

Zuletzt habe der Verein von 1992 bis 2007 geruht, sagt Mehlhop. „Und damals hatten wir dann keinerlei Wissen darüber, was der Verein vorher getan hat, mit welchen Themen sich die Mitglieder befasst haben“, sagt Mehlhop. Seit 2007 sanierten die Mitglieder unter anderem den Ursula- und den Jünglingsbrunnen, gestalteten ein Mausoleum auf dem Friedhof zu einem Andachtsraum um, gaben Broschüren heraus und initiierten viele Aufräumaktionen.

Für das Buch seien schon einige alte Texte und Flugblätter gesammelt worden. Immerhin beschäftigt sich die Arbeitsgruppe, bestehend aus acht engagierten VVV-Mitgliedern, seit nunmehr einem Jahr mit dem Thema. Unter anderem konnten Flyer aus dem Jahr 1930 gefunden werden, auf denen alte Geschichten und Deister-Lieder zu lesen sind. „Es geht der Arbeitsgruppe unter anderem auch darum, noch nicht beschriebene oder nicht hinlänglich bekannte Geschehnisse in diesem Buch zu verarbeiten“, sagt Mehlhop.

Einige Hauptthemen des Buches seien schon festgelegt worden. Nun geht es darum, weitere Dokumente zu sammeln, Geschichten und Anekdoten aufzuschreiben und alles in einem Buch zu verarbeiten. Wer Material hat, das er dem VVV ausleihen kann, der kann sich bei Mehlhop unter der Telefonnummer (01 70) 1 60 82 82 oder per E-Mail unter vvv-w@t-online.de melden.

Von Lisa Malecha

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