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Region Wennigsen Nachrichten Trickbetrug: So können sich Senioren schützen
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13:36 10.10.2018
Silke Gottschalk gibt den Senioren Tipps, wie sie sich vor Betrügern schützen können. Quelle: Malecha
Wennigsen

Ob falsche Handwerker und Polizisten, angebliche Gewinne oder dubiose Telefonanrufe – die Maschen von Trickbetrügern sind vielfältig. Und nicht wenige der Senioren, die sich beim DRK-Mitgliedernachmittag über das Thema informierten, haben schon eigene Erfahrungen mit Betrügern gemacht. “Bei mir hat letztens jemand angerufen und behauptet, er sei mein Neffe“, berichtet eine Besucherin. Doch der Frau kam der Anruf vom angeblichen Neffen komisch vor. „Immerhin habe ich die Stimme nicht erkannt.“ Sie habe den Anrufer abgewimmelt, ihren echten Neffen angerufen und anschließend die Polizei informiert. „Bei mir stand unangekündigt ein angeblicher Handwerker und meinte, er müsse die Rauchmelder kontrollieren“, erzählt eine andere Besucherin, ein weiterer Berichtet von Gewinnspielen, für die er bezahlen sollte, an denen er aber nie teilgenommen hat.

Die Anwesenden sind den Betrügern nicht auf den Leim gegangen und damit das auch künftig nicht passiert, hat Polizeioberkommissarin Silke Gottschalk, die Beauftragte für Kriminalprävention in der PI Garbsen, ihnen Tipps gegeben, mit denen sie sich effizient schützen können. „Je besser man über Vorgehensweisen der Kriminellen Bescheid weiß, desto besser kann man auch reagieren“, sagte Gottschalk.

Grundmuster der Verbrechen

Gerade ältere Menschen sind für viele Kriminelle lohnende Ziele. Dafür gibt es laut Gottschalk mehrere Gründe: Die Kriminellen gehen davon aus, dass Senioren größere Geldbeträge und viele Wertgegenstände zu Hause aufbewahren. Leichte Beute sind sie auch, weil sie ihren Mitmenschen mit Höflichkeit und Vertrauen begegnen. „Außerdem zeigen viele Opfer die Tat nicht an, weil sie sich zu sehr schämen“, sagt Gottschalk.

Die Täter gehen bei ihren Betrügereien nach drei Grundmustern von: „Sie täuschen eine Notlage vor, geben sich als Polizisten, Handwerker oder ähnliches aus oder sie täuschen eine persönliche Beziehung vor“, sagt Gottschak. Das weitere vorgehen ist facettenreich, die Vorwände häufig perfide. „Das man dem nicht gewappnet ist, kann ich gut nachvollziehen.“

Wie kann man sich schützen?

An der Haustür: Sie riet den Seniore, niemals Unbekannte in die Wohnung zu lassen. Klingeln angebliche Amtspersonen an der Tür, sollen sich Betroffene immer den Dienstausweis zeigen lassen und bei Zweifeln die entsprechende Behörde anrufen. Fremden sollte niemals gesagt werden, wo Geld oder Wertgegenstände aufbewahrt werden. „Außerdem ist es sinnvoll, Geld auf der Bank aufzubewahren“, riet sie. Handwerker dürfen das Haus nur betreten, wenn sie bestellt oder von der Hausverwaltung angekündigt sind. Bei angeblichen Notlagen sollte man sich immer fragen, warum der Fremde sich nicht an Verwandte gewandt hat.

Auch am Telefon lauern gefahren: Ruft eine unbekannte Person an, die sich als Verwandter ausgibt, sollte immer überprüft werden, ob der Anrufer wirklich aus der Familie kommt. Niemals dürfen familiäre oder finanzielle Verhältnisse preisgegeben werden. Außerdem sollte nie Geld an Unbekannte übergeben werden.

Bei verdächtigen Vorfällen sollte die Polizei informiert werden.

Auch der nächste Mitgliedernachmittag steht im Zeichen der Prävention. Am 13. November informiert Silke Gottschalk die Anwesenden zum Thema Wohnungseinbruch.

Von Lisa Malecha

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