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17:31 15.01.2019
Tolles Duo im neuen Stück: Werner Gollubits (links) und Thore Fahrenbach bei der Probe der Klosterbühne. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Ein intensives Probenwochenende im Gemeindehaus liegt hinter den Schauspielern. Die Klosterbühne Wennigsen erarbeitet gerade ihr neues Stück. Premiere ist am 28. Februar, das sind nur noch sechs Wochen. Das Ensemble hat dieses Mal fast drei Monate später als sonst angefangen mit den Proben, erst im November, nach den Vorstellungen vom „Gott des Gemetzels“. Zwei Stücke in einem Jahr – „das ist toll, aber auch eine besondere Belastung“, sagt Anja Fahrenbach, die im „Gott des Gemetzels“ eine der Hauptakteurinnen gewesen ist. Jetzt, in der neuen Produktion der Klosterbühne, hat sie nur eine kleine Rolle mit einem kurzen Auftritt. „Muss auch mal sein“, sagt Fahrenbach, die seit 35 Jahren zum Ensemble der Laienspielgruppe gehört. Seit dem zweiten Stück der Klosterbühne sei sie dabei, erzählt sie. Damals sei sie gerade konfirmiert gewesen.

Inzwischen spielt auch Fahrenbachs 20-jähriger Sohn Thore bei der Bühne mit. Ohnehin gehören immer mehr theaterbegeisterte, junge Leute zu dem Ensemble. Regisseurin Noa Suse Wessel findet diese neue Altersmischung in der Gruppe großartig, auch um raus aus der Routine zu kommen, sagt sie. „Die Jungen lernen von den Alten“, sagt Wessel. Und umgekehrt. Weil alle schon in der Schule Theater gespielt haben, können sie ihre Erfahrungen genauso gut einbringen bei den Proben wie alle anderen auch. Ihre Herangehensweise unterscheidet sich. „Sie improvisieren mehr, probieren mehr aus und verlassen dabei auch öfter mal den Text“, sagt Wessel. Aber genau das ist es, was sie will.

Die Figuren sollen sich entwickeln. Und das bedeutet, dass nicht bloß Texte auswendig aufgesagt werden. Jeder Schauspieler soll ein Gefühl für seine Rolle bekommen – „und sie selbst erfinden“, sagt Wessel, die es toll findet, dass fast alle bei den Proben immer anwesend sind, auch diejenigen, deren Szenen vielleicht gerade nicht geprobt werden. Spannend: Einen konkreten Vorschlag für ein neues Bühnenstück gab es von ihr dieses Mal nicht, nur ein Thema. Es wird um Verrücktheit gehen – im engeren und weiteren Sinne. Schauplatz sind zwei Wohngemeinschaften, eine Männer-WG und eine Frauen-WG in einem Haus. Allesamt sind sie schräge Charaktere, jeder mit seinen kleinen Macken, Ecken und Kanten. In dem Theaterstück werden ihre Lebensgeschichten erzählt – witzige und skurrile Lebensgeschichten, aber auch traurige und anrührende.  

Das Besondere bei dem neuen Stück: Das komplette Ensemble spielt mit – 15 Menschen. Und: „Wir machen selber Musik“, sagt Wessel. Als dreistimmiger Chor. Sogar die Bühnenbauer sind an einer Stelle im Stück eingebunden, weil es da einen offenen Umbau gibt. Werner Gollubits hat seine erste große Rolle mit viel Text. Er kann seine eigene schaupielerische Entwicklung fast selbst kaum glauben. „Wär hätte gedacht, dass ich mal eine Hauptrolle übernehmen, als ich vor zehn Jahren bei der Klosterbühne anfing“, sagt Gollubits. Im Stück heißt er Marvin.

Hier gibt’s die Karten

Noch sechs Wochen bis zur ersten Vorstellung: Am 28. Februar, um 19.30 Uhr ist Premiere des neuen Stücks der Wennigser Klosterbühne – „dieses Mal ein Donnerstag und kein Freitag, wie es sonst immer gewesen ist“, sagt Anja Fahrenbach. Die Klosterbühne hat umstrukturiert. Auch neu: Es gibt keine Sonntagsvorstellungen mehr. Außerdem ist der Mittwoch gestrichen – „allerdings mit der Option, dass wir ihn wieder rein nehmen, sollten die anderen Vorstellungen schnell ausgebucht sein“, sagt Fahrenbach.

Die weiteren Termine sind am Freitag und Sonnabend, 1. und 2. März, sowie die Woche darauf am Donnerstag, Freitag und Sonnabend, 7., 8. und 9. März. Alle Aufführungen beginnen um 19.30 Uhr und finden im Wennigser Klostersaal statt. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung.

Für die Aufführungen der Klosterbühne werden keine Karten verkauft. Platzreservierungen sind aber telefonisch oder per E-Mail möglich. Anja Fahrenbach ist unter (05103) 706389 zu erreichen. Ein Anrufbeantworter ist geschaltet. Die E-Mail-Adresse für Platzreservierungen lautet info@kloster-bühne.de.

Zusätzlich gestaltet die Klosterbühne wieder einen Espresso-Gottesdienst zum Stück – Termin ist Sonntag, 3. März, um 10.30 Uhr in der Klosterkirche.

Von Jennifer Krebs

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