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Nachrichten Drogen und Sucht: Präventionstage an der KGS
Region Wennigsen Nachrichten Drogen und Sucht: Präventionstage an der KGS
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00:29 16.06.2018
Beim Töpfern, Karate und Tanzen bekommen die Schüler Inspirationen, wie sie ihre Freizeit, abseits von Drogen, kreativ gestalten können. Quelle: Johanna Steele
Wennigsen

Häufig reagieren Schüler eher ablehnend oder genervt, wenn sie von ihren Lehrern immer wieder über die Risiken von Drogen informiert werden. Wenn diese Aufklärungsarbeit aber ein Rapper übernimmt, hören die Jugendlichen zu. Seit 2000 ist Martin Rietsch alias „2schneidig“ als Musiker unterwegs. Der Deutschnigerianer macht in seiner Kindheit und Jugend Erfahrungen mit Rassismus, Gewalt und Drogen.

Bei den Sucht-Präventionstagen an der Wennigser KGS arbeitete der Musiker mit den Siebtklässlern. „Wir haben das alles schon oft gehört, aber die Zeit mit dem Rapper war schon cool“, erzählte die 13-jährige Pia hinterher. „Er war ja selbst schon oft in der Situation“, ergänzte ihre Freundin Jana. In einem Rauschparcours konnten die Schüler mithilfe einer Promillebrille erleben, wie sich Alkohol im Blut auf die Wahrnehmung auswirken kann.

Jugendliche sollen über ihre Erfahrungen sprechen

Die Sucht-Präventionsprojekt ging über drei Tage. Am zweiten Tag besuchten die Schüler in ihren Klassen Suchtberatungsstellen in Hannover und Barsinghausen. „Wir haben über legale Drogen und Medien- und Magersucht gesprochen“, berichtete Schülerin Stella. Durch den Besuch sollen bei den Schülern auch Berührungsängste gegenüber solchen Beratungsstellen abgebaut werden. Die Lehrer mussten vor der Tür warten, damit die Jugendlichen offen über ihre eigenen Erfahrungen sprechen können. „Natürlich fokussieren wir uns bei den Siebtklässlern mehr auf legale als illegale Drogen“, sagte Beratungslehrerin Nadine Döge. Dazu gehörten neben Alkohol und Zigaretten auch Videospiele. Das Angebot soll präventiv wirken. „Aber wir merken schon, dass unsere Schüler unheimlich abhängig von ihrem Handy sind“, sagte Döge.

Unter dem Motto „Aktiv ohne Drogen“ bekamen die Schüler zum Abschluss des Projekts eine große Bandbreite an Workshops geboten, in denen alternative Freizeitangebote vorgestellt werden. Beim Töpfern, Klettern, Karate, Malen und anderen Aktivitäten bleibt keine Zeit, um ständig zum Handy zu greifen oder eine Zigarette zu rauchen. Die Lehrern hatten bei den neun Workshops, die teilweise auch außerhalb der Schule stattfanden, viele ehrenamtliche Helfer.

Von Johanna Steele

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