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Region Wennigsen Nachrichten Spannende Legenden rund um den Deister
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00:17 19.01.2019
Heiko Hesse (links) und Winfried Gehrke erzählen spannende Geschichten rund um den Deister. Quelle: Foto: Privat
Wennigsen

Hexentanzplätze, Teufelskammer und Fegefeuer – An vielen Orten in Deutschland stößt der Einheimische oder ein Tourist auf den Teufel und seine sagenumwobenen Legenden. Doch wahrgenommen werden diese kaum. Mit seinem Buch „Teuflische Orte, die man gesehen haben muss“ entführt der Autor Heiko Hesse seine Leser in die Welt der diabolischen Sagen und Erzählungen. In dem besonderen Reiseführer stellt Hesse 112 Geschichten vor, in denen der Teufel seine Finger im Spiel hatte. „Die Erzählungen offenbaren viel über die Menschen und die damalige Zeit sowie ihre Ängste, Machtgelüste und ihre Irrtümer“, erklärt Hesse im Vorwort des 237-seitigen Buches.

Unter dem Motto „Vom Teufelssprung zur Teufelskammer – ein dunkler Abend durch den Deister und zu anderen diabolischen Orten“ lädt der Tourismus-Service Wennigsen und der Förderkreis des Heimatmuseums Wennigsen zu einer Lesung mit dem Autor Hesse und Winfried Gehrke ein. Der Journalist Hesse und Gehrke, der auch als „Deister-Winni“ bekannt ist, lesen am Freitag, 22. Februar, um 19 Uhr im Heimatmuseum aus dem Reiseführer vor. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Geschichten rund um Hannover und den Deister. Die Zuhörer erfahren, warum das Lutter-Bächlein aus dem Deister bei zu viel Regen „weint“, woher die Teufelskammer seinen Namen hat und warum das Teufelsbad in der Eilenriede mit Lucifer in Verbindung gebracht wird. Zusätzlich zu den geschriebenen Sagen im Buch, ergänzt Gehrke die Geschichten mit heimatlichem Fachwissen.

Gehrke und Hesse entführen ihre Gäste gute zwei Stunden in eine Welt voller dunkler Geschichten. Die meisten Orte kennen die Zuhörer aus anderen Zusammenhängen, wie bei den 130 Kindern, die mit dem Rattenfänger aus Hameln zogen und nie wiederkehrten. Um auf den Ursprung der Rattenfängersage zu kommen, legte Hesse das Grimmsche Märchen zur Seite, strich die Ratten aus der Legende, die der Geschichte sowieso erst viel später hinzugefügt wurden, und blickte auf das spärliche historische Material. Zurück blieb die Teufelsküche auf dem Ith-Oberberg bei Coppenbrügge, welches zehn Kilometer von Hameln entfernt ist. Für das Buch begab sich Hesse auf die Suche nach teuflischen Sagen, reiste durch ganz Deutschland und nahm in jedem Kapitel eine Legende unter die Lupe, die mit Schwarz-weißfotos illustriert werden. Daher begegnet der Leser dem betenden Teufel in Freiburg, sucht den Tintenfleck in Luthers Stube auf der Wartburg und läuft mit Fritz Walter ins Kaiserslauterner Stadion ein.

Der Autor Hesse wurde 1964 in Berlin geboren und studierte an der Freien Universität Publizistik, Politische Wissenschaften und Geschichte. Seit 1994 arbeitet Hesse als Redakteur bei der Märkischen Allgemeinen in Brandenburg an der Havel und veröffentlichte bereits mehrere Bücher sowie Komödien mit regionalhistorischem Hintergrund. Im Berliner Bebra Verlag erschien neben dem Reiseführer der besonderen Art auch das Buch „Till Eulenspiegel zieht durch die Mark“.

Die Karten für die Lesung sind für fünf Euro ab Februar beim Tourismus-Service, Hauptstraße 23, erhältlich.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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