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Nachrichten Super-Sommer: Schon 14.000 Besucher im Wasserpark
Region Wennigsen Nachrichten Super-Sommer: Schon 14.000 Besucher im Wasserpark
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16:42 30.07.2018
Kontrolle muss sein: Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes entnimmt am Montag erneut eine Wasserprobe. Quelle: Jennifer Krebs
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Wennigsen

Der erlösende Anruf vom Gesundheitsamt der Region Hannover kam gleich morgens: Die Wasserqualität im Wasserpark hat sich wieder normalisiert. Nachdem das Wennigser Naturbad übers Wochenende wegen überschrittener Grenzwerte geschlossen bleiben musste, durfte es am Montag um 10 Uhr wieder öffnen – und die Gäste strömten. Auch die Ferienkinder waren froh, bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke wieder baden gehen zu dürfen. Noch bis zum letzten Ferientag am 8. August gibt es die Ferien ohne Koffer mit der DLRG. „Einfach vorbeikommen, es gibt an allen Tagen noch freie Plätze“, sagt Martin Dankert vom Wasserpark.

Die Vorsitzende des Trägervereins, Sigrid Röhrbein, ist erleichtert, dass der Wasserpark nach drei Tagen wieder öffnen durfte. Diesen Sommer läuft es nämlich eigentlich ausgesprochen gut. Der Wasserpark kommt bereits auf 14.000 Besucher, seit die Badesaison am ersten Mai-Wochenende eröffnet wurde. Das sind schon jetzt mehr als doppelt so viele wie in der ganzen letzten Saison. 2017 hatte der Wasserpark nur knapp 6000 Gäste, weil der Sommer total verregnet gewesen war.

Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes nahm am Montag erneut Proben. Der Wasserpark wird wie jedes Naturbad engmaschig hygienisch überwacht. Aufgefallen war die Verunreinigung mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa in der vergangenen Woche nach einer routinemäßigen Entnahme einer Wasserprobe.

So ein Ökobecken wie der Wasserpark erfordert viel Arbeit. Insgesamt zirkulieren hier etwa 3200 Kubikmeter Wasser im gesamten Kreislauf. Chemikalien sind im Naturbad strikt verboten. Das Wasser muss biologisch und mit Filtern gereinigt werden. Wegen der anhaltenden Hitze war die Wassertemperatur im Wasserpark zuletzt auf 28 Grad geklettert und in solch einem warmen Wasser vermehren sich Keime prächtig. „Da hilft nur, schneller mehr Frischwasser hineinzuleiten“, sagt Dankert. Und genau das wurde seit Freitag auch gemacht. Auch der Regen am Sonnabend kam für den Wasserpark genau richtig.

Anfang Juni waren E-Koli-Keime für die kurze Schließung des Wasserparks verantwortlich gewesen. Voriges Jahr bereiteten Enterokokken immer wieder Probleme, die vor allem durch den Kot von Wildenten ins Wasser gelangen. Enten sieht man in diesem Sommer auf dem Gelände dafür überhaupt nicht.

Der Pseudomonas-Keim kommt im Prinzip in jeder Pfütze vor. Er entwickelt sich dort, wo Wasser stehenbleibt. Deswegen will der Wasserpark die Durchströmung weiter optimieren. Im Juni wurden im Wasserpark bereits zusätzliche Pumpen unter dem Steg installiert, die das Wasser umwälzen und in Bewegung halten. Als nächstes wollen die Betreiber wohl an die Zu- und Abläufe ran.

Von Jennifer Krebs

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