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Nachrichten Streit um Masernimpfung: Schüler verklagt die Region
Region Wennigsen Nachrichten Streit um Masernimpfung: Schüler verklagt die Region
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Quelle: Weil er nicht gegen Masern geimpft war, durfte ein 13-Jähriger aus Wennigsen nicht zur Schule - jetzt klagt er dagegen.
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Der damals 13-Jährige klagt vor dem Verwaltungsgericht gegen das Gesundheitsamt der Region. Er will erreichen, dass das Verhalten der Behörde als rechtswidrig eingestuft wird – damit es sich nicht wiederholt.

Im Mai und Juni 2007 waren 13 Fälle von Maserninfektionen in der Region Hannover aufgetreten, acht weitere Kinder standen unter Verdacht, sich bei einer Chorfreizeit angesteckt zu haben. Das Gesundheitsamt der Region befürchtete weitere Ansteckungen. Es bot Kindern und Erwachsenen, die mit den Kranken in Kontakt waren und selbst nicht gegen Masern geschützt waren, Impfungen an. Nach eigener Aussage kann das Gesundheitsamt Eltern allerdings nicht dazu verpflichten, ihre Kinder impfen zu lassen oder beim Ausbruch der Krankheit zum Arzt zu gehen.

Das Amt schickte aber etliche Kinder und Lehrer aus verschiedenen Schulen und Kindergärten in Hannover, Wennigsen und Gehrden für mehrere Tage nach Hause. Sie hatten keinen Impfnachweis oder waren akut an Masern erkrankt. Nur Kinder mit Impfnachweis durften zur Schule gehen. Bei den Lehrern wurde meist per Blutuntersuchung überprüft, ob sie bereits einmal an Masern erkrankt und deshalb geschützt waren. In Gehrden musste deshalb die Hälfte der 80 Lehrer des Matthias-Claudius-Gymnasiums zwei bis drei Tage fehlen. Die Glockseeschule schloss einen Tag, weil die meisten Pädagogen das Ergebnis ihrer Blutuntersuchung abwarten mussten.

Der damals 13-Jährige, der nun klagt, hatte keine Masernerkrankung durchgemacht und ist auch nicht geimpft. Seine Mutter lehnte eine Impfung ab.

von Bärbel Hilbig

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