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Nachrichten Grandios: Rufus Beck erzählt seinen „Sommernachtstraum“
Region Wennigsen Nachrichten Grandios: Rufus Beck erzählt seinen „Sommernachtstraum“
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00:24 31.05.2018
Rufus Beck und das Jazz-Trio Tango Transit begeistern das Wennigser Publikum. Quelle: Marcel Sacha
Wennigsen

Das Kapital von Hörbuchsprechern ist ihre Stimme. Markant muss sie sein – und wandlungsfähig. Je mehr Figuren in einer Geschichte vorkommen, desto schwieriger ist es schließlich, sie unterscheidbar zu vertonen. Dass Schauspieler Rufus Beck, der unter anderem die Harry-Potter-Reihe einlas, dieses meisterlich beherrscht, davon konnten sich am Sonntag 300 Zuschauer im Innenhof des Wennigser Klosters überzeugen. Den Text, eine eigenwillige Version von Shakespeares „Sommernachtstraum“, hat Beck selbst geschrieben.

Mit Shakespeares Original hat Becks „Sommernachtstraum“ nur wenig gemein: Die meiste Zeit verzichtet der Schauspieler auf den Wortlaut aus dem späten 16. Jahrhundert und bedient sich aktueller Alltagssprache, um die komplizierten Handlungsstränge der Komödie vereinfacht zu erklären.

Die cholerischen Charakterzüge des Demetrius verdeutlichte Beck mit einem Fußballvergleich: Er sei wie „Uli Hoeneß, wenn die Bayern mal nicht Meister geworden sind“. Wenn die Protagonisten hinterlistige Tricks anwenden, dann wird bei Beck „zuguttenbergt und schawant“.

Stand-up-Comedy im Kloster

Rufus Beck spielt mehr als er liest. Aus Shakespeares turbulentem Liebes- und Verwirrspiel macht er ironische Stand-up-Comedy – mit vielen Spitzen und überspitzten Tonlagen. Seine Helena stellt Beck etwa als hysterisches bayerisches Landei dar. Das Tempo, mit der er seine Stimmlage wechselt – teilweise sogar mitten im Satz – zeigt, welchen Sprachvirtuosen Reisebüro-Cruising-Chef Henrik Heüveldop vom Wennigser Tourismusservice an den Deister geholt hatte.

Ebenso virtuos fällt die musikalische Untermalung des Auftritts aus. Mit modernem Jazz lässt das Trio Tango Transit zwischen den Akten die Füße der Zuschauer im Takt wippen und begleitet auch einzelne Szenen musikalisch.

Nach zwei Stunden verabschiedet das Publikum den Künstler mit Beifall im Stehen. Zahlreiche Zuschauer bedanken sich hinterher per Handschlag und Umarmung bei Organisator Heüveldop für den gelungenen Abend. Ausdrücke wie „großes Kino“ und „grandios“ fallen, nicht nur einmal. Auch Heüveldop selbst ist sichtlich äußerst zufrieden.

„Es ist wunderschön zu sehen, dass das Publikum solch eine Freude an dem Auftritt hatte“, sagt Organisator Heüveldop später. Einen besonderen Dank richtet er an Äbtissin Gabriele-Verena Siemers, die den Innenhof des Klosters zur Verfügung gestellt hatte. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont er.

Von Marcel Sacha

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