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Viel Wasser: Bei heftigen Regenfällen tritt die Beeke regelmäßig über die Ufer. 

Viel Wasser: Bei heftigen Regenfällen tritt die Beeke regelmäßig über die Ufer. 
 © Ingenieurbüro .Rosse

Bredenbeck

Hochwasser: Bredenbeck braucht Rückhaltebecken

Die Gemeinde Wennigsen muss den Hochwasserschutz in Bredenbeck verbessern. Experten haben ein neues Abwassersystem entworfen mit größer dimensionierten Rohren und zwei Regenrückhaltebecken im Ort. Bei heftigen Regenfällen tritt regelmäßig die Beeke über die Ufer und überschwemmt Grundstücke und Keller.

Bredenbeck.   Wie lässt sich verhindern, dass in Bredenbeck bei heftigem Regen die Beeke über die Ufer tritt und Schäden verursacht? Die Bredenbecker warten schon seit Längerem darauf, dass sich beim Hochwasserschutz in ihrem Ort etwas tut. Es gab bereits Planungen, die Beeke zu verbreitern mit einem Durchstich beim Wehr am Rittergut. Doch das Problem war: Das Ingenieurbüro aus Hannover war bei den ersten Planungen, die seit zwei Jahren laufen, von falschen Voraussetzungen ausgegangen und hatte überhaupt nicht den nördlichen Teil Bredenbecks, oberhalb der Ortsdurchfahrt berücksichtigt.

 „Wir waren anfangs von zwei getrennten Kanalsystem ausgegangen und waren mit dieser Annahme in die Berechnungen gestartet“, erläuterte Geschäftsführer Kai Schoof im Bauausschuss. Im Bereich des Denkmals gibt es aber doch eine Verbindung. Schlimmer noch: Es stellte sich heraus, dass der Bereich nördlich der Wennigser Straße nicht aus einem geschlossenen Kanalnetz besteht, sondern aus drei Systemen, die voneinander unabhängig sind. „Und das führt zu einem stärkeren Aufstau, als anfangs berechnet“, sagte Schoof. 

Die Experten empfehlen nun, erst einmal das nördliche Netz neu zu gestalten. Der Schacht muss umgebaut werden inklusive Notüberlauf. Im Bereich der Alten Schule an der Wennigser Straße unter dem Spielplatz beim Kindergarten schlagen die Planer desweiteren ein unterirdisches Regenrückhaltebecken vor. Baulich sei diese Lösung nicht ganz einfach, aber machbar, führte Schoof aus.

Ein Kastensystem

Ein Kastensystem: So könnte das Regenrückhaltebecken unter dem Kita-Spielplatz aussehen.

Quelle: Ingenieurbüro Rosse

Das Regenrückhaltebecken würde aus mehreren Füllkörpern in einer Art Kastensystem bestehen und hätte ein Stauvolumen von 690 Kubikmetern. Der Spielplatz müsste vorher aufgemessen werden, um zu wissen, wo sich die Verankerungen der Spielgeräte befinden, die sicherlich bis zu zwei Meter tief im Boden sitzen, schätzt Schoof. Ein zweites Regenrückhaltebecken mit mehr als 1000 Kubikmetern ist weiter oberhalb auf einem Grundstück an der Schulstraße geplant, das die Gemeinde kaufen will. Schoof sprach von Winkelstützen, die ausbetoniert dort werden würden. Die Verhandlungen für das Grundstück an der Schulstraße laufen derzeit.

Für den Bau der Regenrückhaltebecken veranschlagt das hannoversche Ingenieurbüroetwa 412.000 Euro. Das Neubaugebiet, das im Nordosten des Ortes hinüber zu Holtensen entstehen könnte, ist bei den Berechnungen berücksichtigt, es soll aber zusätzlich noch ein eigenes Regenrückhaltebecken bekommen. Rund 207.000 Euro sind für den Hochwasserschutz kalkuliert, um die Kanäle zu sanieren und sie eine Nummer größer zu dimensionieren.

 

Von Jennifer Krebs


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