Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Neuer Grundschulstandort: Idee stößt im Rathaus auf offene Ohren
Region Wennigsen Nachrichten Neuer Grundschulstandort: Idee stößt im Rathaus auf offene Ohren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 08.03.2018
DIe Zukunft der Grundschule Bredenbeck ist noch immer ungewiss. Quelle: Marcel Sacha
Bredenbeck

 Fördermittel von Land und Bund sind in den Kommunen immer gerne gesehen – vor allem, wenn die Haushaltslage derart angespannt ist wie in Wennigsen. Ein Gesetzesentwurf der Landesregierung sieht vor, dass den niedersächsischen Städten und Gemeinden bis zum Jahr 2022 insgesamt 289 Millionen Euro an Bundesmitteln für die Sanierung von Schulen zur Verfügung gestellt werden sollen. Auf bis zu 468 000 Euro könnte demnach die Gemeinde Wennigsen zurückgreifen. Doch bislang gibt es im Rathaus noch keine konkreten Pläne, wofür das Geld im Falle eines positiven Votums des Landtages ausgegeben werden soll.

An potenziellen Maßnahmen mangelt es zumindest nicht. An der Sophie-Scholl-Gesamtschule steht demnächst der dritte Bauabschnitt an, und auch an der Grundschule Wennigsen sind Gelder für die Erneuerung des Daches eingeplant. Hinzu kommen Planungskosten für die Erneuerung der Sporthalle im Lindenfeld. Wie Baubereichsleiter Martin Waßermann erklärt, hänge die Entscheidung in erster Linie jedoch davon ab, ob sich die Ratspolitik für eine Sanierung oder einen Neubau der Grundschule Bredenbeck ausspricht. „Grundsätzlich können die  Bundesmittel nur bei einer Sanierung abgerufen werden“, sagt er.

Derweil stößt der Vorschlag aus den Reihen der SPD, einen Neubau der maroden Grundschule im geplanten Baugebiet „Im Bergfelde“ zu prüfen, in der Verwaltung auf offene Ohren. Die Idee sei „sicherlich nicht falsch“ und „durchaus interessant“, sagt Waßermann. Sollte sich eine realistische Mehrheit im Rat für diese neue Variante abzeichnen, müsste das Gebiet jedoch zunächst auf seine Tauglichkeit untersucht werden. „Es nützt ja nichts, wenn ein Neubau beschlossen wird und sich anschließend herausstellt, dass das gar nicht umsetzbar ist“, sagt Waßermann.

Zunächst muss also der Weg für das Neubaugebiet geebnet werden. Auf der 4,2 Hektar großen Fläche zwischen dem momentanen Standort der Grundschule und der Straße Am Brink könnten bis zu 65 Wohneinheiten entstehen. Die Gemeinde steht mit den Eigentümern – teilweise noch aktiven Landwirten – seit mehreren Monaten in Verhandlungen. Deren Erfolg hängt vor allem davon ab, ob für die Landwirte adäquates Ersatzland gefunden wird.

Sollte es tatsächlich zu einem Erwerb der Fläche kommen, wäre wieder die Politik am Zug: Sie müsste den Auftrag an die Gemeinde erteilen, einen entsprechenden Bebauungsplan zu erarbeiten, den der Rat anschließend beschließen muss. Im Rathaus hofft man deshalb auf eine schnelle Entscheidung – auch, um anschließend die Anträge auf die in Aussicht gestellten Fördermittel beantragen zu können.

Von Marcel Sacha

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Statt ersten Anzeichen des Frühlings haben die Kinder der Wennigser Naturschutzjugend am Wochenende ein verrostetes Mountainbike im Mühlbach gefunden. Insgesamt befindet sich rund um das Gewässer jedoch deutlich weniger Abfall als in den vergangenen Jahren.

08.03.2018

Das erlebt man in diesen Tagen auch nicht allzu häufig: Der Ortsverbands-Vorstand des Sozialverbandes in Wennigsen trat geschlossen zur Wiederwahl an – und wurde ohne Gegenstimmen im Amt bestätigt.

08.03.2018

Von den Leiden  und  Problemen von Männern ab 50 erzählt Bernd Gieseking bei seiner Show im Corvinus-Zentrum. Am 18. März steht der Kabarettist mit seinem Programm „Gefühlte Dreißig, Ein Hoffnungskabarett für Männer um die Fünfzig“ auf der Bühne. 

08.03.2018