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Gemeinsam haben die jungen Flüchtlinge einige Wände an ihrer Unterkunft mit bedeutungsvollen Graffitis verschönert.

Gemeinsam haben die jungen Flüchtlinge einige Wände an ihrer Unterkunft mit bedeutungsvollen Graffitis verschönert.
© Johanna Kruse

Barsinghausen

Flüchtlinge schaffen Graffiti-Kunstwerke

In einem Projekt mit der Künstlerin Susanne Sauer-Andreae haben Flüchtlinge mit Graffitis die Wände ihrer Unterkunft verschönert, Selbstportraits geschaffen und sich mit der Situation der Frauen auseinandergesetzt. 

Egestorf.  Ein kleines Kind, das nach einem Luftballon greift, ein Pärchen, das Hand in Hand in den Sonnenuntergang geht und ein brüllender Löwe – die Betonwand an der Flüchtlingsunterkunft am Rottkampweg ist jetzt nicht nur bunt, sondern auch aussagekräftig. Gemeinsam mit der freischaffenden Künstlerin Susanne Sauer-Andreae haben sechs junge Flüchtlinge eine für sie ganz neue Kunstform kennengelernt und gleichzeitig ihren Lebensraum verschönert. „Die Motive haben wir gemeinsam zum Thema Freiheit entwickelt“, erzählt die Künstlerin. Darin verarbeiten die Teilnehmer ihre jüngste Vergangenheit und ihre Erfahrungen in der neuen Heimat. 

„Das waren wirklich schöne Begegnungen und ich glaube wir alle haben dadurch viel gelernt“, sagt Sauer-Andreae. Die jungen Erwachsenen hätten durch das Projekt auch ganz neue Talente entdeckt. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, sagte der Flüchtling Mohammad bei der Präsentation der Kunstwerke in der Unterkunft. „Ich würde immer wieder mitmachen.“ 

Neben dem Graffiti-Projekt hat Sauer-Andreae mit einigen Flüchtlingen außerdem Selbst-Portraits gemalt und mit einigen Frauen Kunst zu deren Situation in einem neuen Land gemacht. 

Das Projekt ist im Rahmen einer Aktion des Bundesverbands Bildener Künstlerinnen und Künstler (BBK) entstanden und wurde von diesem auch finanziell gefördert. In Kooperation mit der Kunstschule Noa und Noa, dem Kulturverein Krawatte und der Stadt Barsinghausen konnte die Künstlerin diese und andere Aktionen umsetzen. 

Von Johanna Kruse


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