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Die Gebäudetrakte der Grundschule Bredenbeck sind veraltet und müssen dringend saniert werden. Es gibt aber auch Pläne für einen Neubau.

Die Gebäudetrakte der Grundschule Bredenbeck sind veraltet und müssen dringend saniert werden. Es gibt aber auch Pläne für einen Neubau.
© Ingo Rodriguez

Bredenbeck

Entscheidung über Grundschule fällt im Frühjahr

Sanierung oder Neubau? Über die Zukunft der Grundschule Bredenbeck soll spätestens im Frühjahr eine Entscheidung fallen.

Bredenbeck.  Die Gebäudeteile und die Sporthalle aufwendig sanieren oder gleich zwei etwas kostspieligere Neubauten errichten? Oder aber etwas kostengünstiger und in abgespeckter Form sanieren und dafür auf erforderliche Räume verzichten? Die Zukunft der Grundschule Bredenbeck ist auch nach der jüngsten Sitzung des Bauausschusses weiter ungewiss. Zwar gibt es nach einer umfangreichen Architektenpräsentation nun konkretere Modelle, Entwürfe und Zahlen. Die große Auswahl an Entscheidungsmöglichkeiten wirft bei den Kommunalpolitikern aber auch fraktionsübergreifend viele Fragen und Unsicherheiten auf. Es besteht großer Beratungsbedarf. Doch: Immerhin gibt es nun einen konkreten Zeitplan. Spätestens im Frühjahr soll eine Entscheidung fallen. Und schon Ende 2018 könnten erste Baumaßnahmen ausgeschrieben werden.

Es war Bürgermeister Christoph Meineke, der nach einer etwa einstündigen Präsentation des Architekt Henning Dorl und des Ingenieurs Matthias von Skarczinski zumindest für etwas Klarheit sorgen wollte. „Es werden für das Jahr 2018 in den Haushalt 500.000 Euro für Planungskosten bereit gestellt – für beide Optionen: Neubau oder Sanierung“, sagte Meineke. Bis zum Frühjahr werde die Gemeinde „entscheidungsreif sein“. Wenn der Haushalt im Dezember verabschiedet und im Mai genehmigt würde, könne in der zweiten Jahreshälfte konkret für eine Variante mit den Planungen begonnen werden. Erste vorbereitenede Bauuntersuchungen und kleinere Maßnahmen könnten dann schon 2018 ausgeschrieben werden, skizzierte der Bürgermeister den weiteren Zeitplan.

Konkret waren zuvor zwar auch die beiden Planer bei ihrer Präsentation geworden. Es war jedoch ein kleiner Zahlendschungel und eine Vielzahl von planerischen Konzeptmöglichkeiten, mit denen sich die Ausschussmitglieder auseinandersetzen mussten. Eine kleine Übersicht: Allein für die Sanierung der Grundschule stellten Dorl und von Skarczinski drei verschiedene Varianten vor. Eine Sanierung, die allen pädagogischen Anforderungen des vorliegenden Raumprogramms gerecht wird, soll demnach rund 6,1 Millionen Euro kosten – geplant als zweieinhalbzügige  Halbtagsschule mit Nachmittagsbetreuung, unter anderem mit zehn Klassenräumen und sechs Gruppenräumen, einer Bücherei mit Kuschelecke und Differenzierungsbereich, einem Differenzierungsraum sowie einem Werkraum und einem Textilraum mit Lager und Maschinenraum. 

Das ganze steht laut Vorentwürfen aber auch als eine Sanierung für eine zweizügige Schule mit neun Klassenzimmern zur Auswahl – in abgespeckter Form für Gesamtkosten von rund 5,15 Millionen Euro. Eine dritte Sanierungsvariante würde etwa 5,4 Millionen Euro kosten. Dem gegenüber stehen Pläne für den Neubau einer dreizügigen Ganztagsschule – für Gesamtkosten von rund 7,43 Millionen Euro. Umsetzbar, indem zunächst die derzeitige Sporthalle abgerissen wird, um dort einen Neubau zu errichten und in der Bauphase im Altbau der Grundschule weiter zu unterrichten. Erst nach der Eröffnung des neuen Schulgebäudes würde laut Planung der Altbau abgerissen werden – um dort dann eine neue Sporthalle zu bauen. Ein Neubau der Halle –  in etwas kleinerer Form –würde 1,7 Millionen Euro kosten, die Bestandssanierung sogar 1,9 Millionen Euro. Zwei weitere Auswahlkriterien: Für einen Neubau ist mit einer Bauphase von zwei Jahren zu rechnen, die Sanierung würde zweieinhalb Jahre dauern.

Dass die Kommunalpolitikernun Beratungsbedarf haben, ist verständlich. Trotzdem drückte Jonas Farwig (SPD) aufs Tempo: „Diese Entwürfe und Kostenplanungen müssen so schnell wie möglich im Ratsinformationssysten zur Verfügung stehen“, mahnte er zur Eile.

Von Ingo Rodriguez


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