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Region Wennigsen Nachrichten Der Klostergrund bekommt ein Nahwärmenetz
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11:09 21.12.2017
Hier kommt die Wärme bald aus der Leitung: Das Baugebiet an der Degerser Straße wird gerade erschlossen. Aktuell werden die Regen- und Schmutzwasserkanalisation gebaut.  Quelle: Jennifer Krebs
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Wennigsen

 Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke spricht von einem innovativen Konzept für den ländlichen Raum, das im Baugebiet an der Degerser Straße umgesetzt werden soll. Wer an ein Nahwärmenetz angeschlossen ist, braucht keinen eigenen Heizkessel mehr, sondern bezieht die Wärme ähnlich wie heute schon den Strom. Die Stadtwerke Springe planen am Klostergrund ein etwa 1900 Meter langes Netz inklusive Hausanschlussleitungen sowie eine Energiezentrale, in der die Wärme produziert wird. Die Grundlast soll ein Blockheizkraftwerk bedienen. Zusätzlich werden ein Heizwerk mit Holzpellets und für die Spitzenabdeckung ein Erdgaskessel in der Energiezentrale installiert.

Teil des energetischen Konzeptes

Das Investitionsvolumen für das Blockheizkraftwerk und das Wärmenetz liegt bei über einer Million Euro. Das Blockheizkraftwerk soll im Norden des Baugebietes gebaut werden. Ein Grundstück wird dafür freigehalten. Das BHKW ist Teil des energetischen Konzeptes des Baugebietes, in dem Niedrigenergiehäuser nach KfW 55-Standard entstehen werden. Der Name ist Programm: "KfW 55" bezeichnet das Neubauniveau (KfW 100) minus 45 Prozent. Ein KfW-Effizienzhaus-55 benötigt also 45 Prozent weniger Primärenergie im Jahr als ein vergleichbarer Neubau.

Für die Stadtwerke Springe ist das geplante Energie-Effizienz-Quartier in Wennigsen ein weiterer Schritt für eine nachhaltige Energieversorgung in der Region. Mit den beiden Blockheizkraftwerken am Großen Graben und an der Heimvolkshochschule betreibt das Unternehmen bereits zwei ähnliche Anlagen in Springe. Die dabei eingesetzte Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie sei eine sehr energieeffiziente und klimaschonende Art der Wärmeversorgung, weil die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme zum Heizen genutzt werde. Für die Bauherren entsteht ein zusätzlicher Anreiz: Durch die eingesetzte KWK-Technologie und den Einsatz regenerativer Wärme aus Holz seien die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes bereits erfüllt. 

Blockheizkraftwerk geht Ende 2018 ans Netz

Im Klostergrund, der unter dem Namen Caleidis am Deister seit drei Monaten vermarktet wird, entstehen etwa 170 Häuser und Wohnungen. Etwa 500 Menschen werden später in dem Baugebiet wohnen. Start des ersten Bauabschnitts soll im ersten Quartal 2018 sein. Die ersten Häuser könnten dann zum Jahreswechsel 2018/2019 fertig sein, Ende 2018 soll auch das neue Blockheizkraftwerk ans Netz gehen. Die Bauarbeiten für die Anlage starten voraussichtlich zwischen April und Juni. 

Von Jennifer Krebs

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