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Die Birken an der Lübecker Straße in Argestorf sollen gefällt werden.

Die Birken an der Lübecker Straße in Argestorf sollen gefällt werden.
© Jennifer Krebs

Argestorf

Birken an der Lübecker Straße dürfen gefällt werden

Die großen, über 50 Jahre alten Birken an der Lübecker Straße in Argestorf dürfen gefällt werden. Der Ortsrat hat nichts dagegen und entspricht mit seiner Entscheidung dem Wunsch mehrerer Anwohner. Ersatzbäume sollen gesetzt werden, wenn die Straße ausgebaut wird. 

Argestorf.  Der Ortsrat Argestorf hat entschieden: Weil Anwohner genervt sind vom Dreck und weil die Wurzeln teilweise schon bis in den Keller wachsen und Laub und Äste die Dachrinnen verstopfen, dürfen die über 50 Jahre alten Birken an der Lübecker Straße gefällt werden. Der Blutahorn soll radikal beschnitten werden, weil er riesig geworden ist und dicht am Haus steht. 

Mit der Gemeindeverwaltung ist besprochen, dass „es Ersatzpflanzungen gibt, wenn die Lübecker Straße ausgebaut wird“, sagte Argestorfs Ortsbürgermeisterin Sonja Schwarze am Montag in der Ortsratssitzung. Neu gesetzt würden dann Bäume mit kleiner Krone, ergänzte Gemeindemitarbeiter und Ortsratsbetreuer Michael Wittich.

Die betroffenen Anwohner der hatten sich zusammengetan und gemeinsam einen entsprechenden Antrag formuliert, weil sie die Bäume weg haben wollen. Die Birken seien vor 50 Jahren an der Lübecker Straße angepflanzt worden, erzählte ein älterer Herr in der Ortsratssitzung, der zu diesen Anwohnern gehört. Die Bäume seien damals im Deister ausgegraben worden, erzählte er, was wohl auf Initiative des langjährigen Bürgermeisters und Gemeindedirektors von Argestorf, Konrad Dannenberg (1921-1998), geschehen ist. Argestorf war damals noch selbstständig. Keine zwei Meter hoch sind die jungen Bäume vor 50 Jahren gewesen – heute messen sie 20 Meter. 

Das Votum des Ortsrates war einstimmig, dass die Birken gefällt werden dürfen. Über Bäume zu entscheiden, ist eine der wenigen Kompetenzen, die ein Ortsrat hat. Grundsätzlich wird ein Ortsrat zwar bei allen Belangen gehört, entscheiden darf er nicht. Außer es geht um die Benennung von Straßennamen in neuen Baugebieten – oder halt um Bäume. 

Vom Bauausschuss hatte es im Vorfeld keine eindeutige Empfehlung gegeben. Aus Sicherheitsgründen ist es nicht nötig, die Birken zu fällen. Und Bäume fällen, weil die Anwohner kein Laub mehr fegen wollen – das sei doch kein Grund, „damit muss man leben“, hatte nicht nur der Nabu-Vorsitzende Gerhard Krick im Bauausschuss gefunden. Der Argestorfer Ortsrat entschied anders. 

Von Jennifer Krebs


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