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Region Wennigsen Nachrichten Grüngut: Gemeinde müsste Festplatz bewachen
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00:17 14.12.2017
Abfallentsorger Aha würde auf dem Festplatz an der Argestorfer Straße in Wennigsen Grüngutcontainer aufstellen – doch die Gemeinde müsste den Platz dann wohl bewachen lassen, damit dort wirklich nur Grünschnitt entsorgt wird. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

 Grüngutcontainer auf dem Festplatz in Wennigsen? Eigentlich wäre dieser Vorschlag, der neulich im Ortsrat Bredenbeck vorgebracht worden war, eine gute Übergangslösung. Seit Argestorf geschlossen ist, ist die Grüngutannahmestelle in Bredenbeck überlastet. Gekniffen sind vor allem die Anlieger des Steinkrüger Weges in Bredenbeck, weil der Verkehr spürbar zugenommen hat. Über ihre Straße wird nicht nur der Grünguthof angefahren, sondern auch der Ruheforst.

Die Gemeindeverwaltung hat mit Abfallentsorger Aha inzwischen gesprochen. „Und Aha würde auf dem Festplatz Container hinstellen“, teilt Fachbereichsleiterin Ulrike Schubert mit. Die Sache hat allerdings einen Haken. Die Gemeinde müsste nämlich dafür sorgen, dass auch wirklich nur Grünschnitt in den Containern landet. Denn Fremdstoffe herauszusortieren, kostet sehr viel Geld. „Statt 40 Euro pro Tonne lägen wir da schnell bei bis zu 400 Euro pro Tonne, die wir die Entsorgung zahlen müssten“, befürchtet Schubert. 

Manche nehmen es mit der Sortierung nicht so genau

Auch bei den Grüngutannahmestellen gibt es immer mal wieder Ärger, weil es manche mit der Sortierung nicht so genau nehmen - Nägel, die noch im Grüngut stecken, verrotten nicht. In den Annahmestellen können Privatleute Herbstlaub und Hecken-, Baum- und Strauchschnitt abgeben bis maximal 1 Kubikmeter pro Tag - und zwar ausschließlich von Privatpersonen. So leid es der Verwaltung tut: Das Risiko, das die Gemeinde zu tragen hätte, wäre sehr hoch und stünde in keinem Verhältnis, bedauert Schubert.

Ab in den Container mit dem Grünschnitt: So wie hier in Rethen könnte es auch auf dem Festplatz in Wennigsen aussehen. Quelle: Daniel Junker

Eine Möglichkeit wäre, dass die Gemeinde den Platz rund um die Uhr bewachen lässt, um zu gewährleisten, das wirklich nur Gartenabfälle in die Behälter geschmissen werden – “doch das ist überhaupt nicht zu leisten und zu bezahlen“, sagt Schubert. Auch Aha kann der Gemeinde nicht weiter entgegenkommen. Die Verwaltung hatte bei dem Abfallentsorgungsunternehmen angefragt, ob die Grüngutcontainer beispielsweise immer erst freitagsmorgens angeliefert und am späten Nachmittag sofort wieder abgeholt werden könnten. Dann wären die Stunden überschaubar. Doch einen solchen festen Tag könne Aha „uns nicht zusagen“, berichtet Schubert. Der Abfallentsorger würde die Containerabfuhr in seinen normalen Abfuhrplan einbauen. 

Lösung rückt in weite Ferne

 An über 50 Grüngutannahmestellen in der Region können Bürger kostenlos ihre Grünabfälle entsorgen. Landwirte des Maschinenrings Hannover-Land betreiben diese Plätze im Auftrag von Aha. Gemeinsam mit dem Maschinenring sucht Aha schon seit über einem Dreivierteljahr nach einem geeigneten Ersatzstandort für die weggefallene Grüngutannahmestelle in Argestorf, wo der Platz seit März geschlossen ist. Im Gespräch war zunächst über einen neuen Standort im Kernort gesprochen worden. Zuletzt war eine Fläche in der Nähe des Sportplatzes in Degersen im Gespräch. Doch offenbar scheinen die behördlichen Auflagen zu hoch zu sein. Das schreckt ab und rechnet sich offenbar am Ende für die Landwirte nicht.

Von Jennifer Krebs

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