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Region Wennigsen Nachrichten Leerem Laden droht nun der Abriss
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00:15 17.12.2017
Problemimmobilie: Weil die Eigentümer für den seit vier Jahren leer stehenden Laden im Ortskern keinen Nachnutzer finden, soll das Gebäude möglicherweise im nächsten Jahr abgerissen werden - um dann das leer stehende Grundstück zu vermarkten.  Quelle: Ingo Rodriguez
Bredenbeck

 Für den schlichten Zweckbau an der Wennigser Straße – mitten im Ortskern – scheinen die Tage jetzt wohl endgültig gezählt. Seit vier Jahren steht der ehemalige Netto-Markt in Bredenbeck nun schon leer. Anfragen möglicher Mieter oder Käufer gebe es zwar immer wieder, sagt  Adolf Jeinsen, der Sohn der Eigentümerin. „Das verläuft aber meist im Sande.“ Und weil die Hoffnung auf eine mögliche Nachvermietung oder sogar einen Verkauf der Immobilie von Tag zu Tag immer mehr schwindet, will die Familie nun möglicherweise schon in Kürze zu drastischen Maßnahmen greifen. „Wenn sich bis zum Sommer 2018 nichts tut, wird das Gebäude möglicherweise schon abgerissen“, sagt Jeinsen. Dann könne immerhin versucht werden, das zentral gelegene Grundstück im Dorfkern zu vermarkten.

Für die Eigentümerin und die Erbengemeinschaft erweisen sich die Geschäftsräume des früheren Supermarktes nicht ohne Grund buchstäblich als Ladenhüter. Mit einer Fläche von rund 500 Quadratmetern ist der Laden für heutige Ansprüche zu klein. Erweitern lässt sich das Gebäude nicht mehr, dafür stehen die umliegenden Häuser zu nah dran. Genau deshalb winken viele Lebensmittelhändler ab. Außerdem sei nach Ansicht vieler bisheriger Interessenten auch Bredenbeck für einen zweiten Supermarkt in der Nähe des NP-Marktes an der Deisterstraße zu klein, sagt Jeinsen .

„Problematisch ist auch, dass das Gebäude nur für eine Nutzung im Bereich Lebensmitteleinzelhandel Bestandsschutz genießt“, sagt Jeinsen. „Die Auflagen machen bei einer anderen gewerblichen Nutzung einen kostspieligen Umbau mit Sanierung erforderlich“, sagt Jeinsen. Eine Investition – schätzungsweise eine Summe im sechstelligen Bereich – schrecke allerdings mögliche Kaufinteressenten ab. „Heizung, Sanitäranlagen, Boden, Wärmedämmung – es müsste viel gemacht werden“, sagt Jeinsen. Auch eine Aufteilung des Flachdachgebäudes in mehrere kleine Läden kommt für die Egentümerin wegen des erheblich Investitionsbedarfes offenbar nicht infrage. „Es gibt ja auch nur zwei Toiletten“, nennt Jeinsen ein weiteres Problem, das die Kosten bei einer Unterteilung  erhöhen würde.

Dabei hatte die Familie Jeinsen mit dem Dorfgemeinschaftsverein, der nun die Mensing’sche Scheune gegenüber zum Dorftreff ausbaut, nach eigenem Bekunden bereits kurz vor einem Vertragsabschluss gestanden. „Es ist an den fehlenden Möglichkeiten für eine Außenbewirtschaftung gescheitert“, sagt Jeinsen. Nun rückt der Abriss des früheren Supermarktes langsam in greifbare Nähe. Das Gebäude habe sein Vater errichten lassen – zunächst 1983 rund 300 Quadratmeter, dann 1991 einen Erweiterungsbau auf einem erworbenen Nachbragrundstück. „Damals war schon dem Discounter Plus als erstem Vertragspartner der Familie der Standort zu klein geworden, so Jeinsen. Vor vier Jahren war dann auch Netto aus dem Laden ausgezogen – trotz Erweiterungsbau, ebenfalls aus Platzmangel. 

Ein Abriss ist für die Eigentümerin auch ein Weg aus einer Kostenfalle. Denn: Die leer stehende Immobilie muss im Winter beheizt werden. „Die Versicherungen laufen auch weiter“, sagt Jeinsen. Von einem unbebauten Grundstück erhofft sich die Familie dann auch bessere Vermarktungschancen als bisher.

Von Ingo Rodriguez

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