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Birte Gaethke hat mehr als 200 alte Weihnachts-Postkarten gesammelt.

Birte Gaethke hat mehr als 200 alte Weihnachts-Postkarten gesammelt.
© Astrid Konert

Wedemark

Echte Kulturträger sind an Festtagen zu bestaunen

„Alle Jahre wieder“ – so heißt die aktuelle Weihnachtsausstellung im Richard-Brandt-Heimatmuseum in Bissendorf. Sie ist auch über die Weihnachtsfeiertage zu besichtigen.

Bissendorf.  „Alle Jahre wieder“ heißt der Titel der Weihnachtsausstellung im Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark an der Gottfried-August-Bürger-Straße 3 in Bissendorf. Sie ist auch über die Weihnachtsfeiertage zu besichtigen. Darauf weist Karl-Hans Konert als einer der Verantwortlichen hin. Zudem ist die Schau auch an Silvester und Neujahr zu sehen. 

Nach dem Einstieg in die diesjährige Weihnachtsausstellung mit dem Vortrag der Kunsthistorikerin Birte Gaethke bei der Eröffnung bietet das Museumsteam - wie in jedem Jahr – die Möglichkeit, die Ausstellung an den Feiertagen zwischen 15 und 18 Uhr zu besuchen. 200 historischen Postkarten – zugeordnet zu einem Dutzend Themen - und einige aktuelle Karten und Cartoons des Wedemärker Künstlers Uli Stein stellen die nahezu vollständige Geschichte der Weihnachtspostkarten dar. 

„Von den klassischen Motiven mit Weihnachtsmann oder Engeln spannt sich der Bogen bis zu Karten während des Ersten Weltkriegs“, wirbt Konert. Beeindruckend sei dabei die hohe Zahl an Weihnachtspostkarten, die im ersten Viertel des vorigen Jahrhunderts geschrieben und verschickt worden sind, meint er. Seinen Angaben zufolge gebe es Weihnachtspostkarten mit den typischen Motiven von Engeln, Kerzen, Tannen und dem Weihnachtsmann seit den 1880er Jahren in allen Facetten. Schon in ihrer Blütezeit zwischen 1895 und 1918 war die weihnachtliche  Bildpostkarte begehrtes Sammelobjekt. Millionenfach wurden die Karten hergestellt, versandt und gesammelt, ganze Serien waren im Umlauf bis die Telekommunikation das Schreiben auf Papier in den Hintergrund drängte, erläutert Konert. 

„Nun erleben diese Zeitzeugnisse eine Renaissance, sind von Sammlern und Liebhabern wieder begehrt und werden heute in großem Stil in den alten Formen als Nostalgieträger reproduziert“, berichtet der ehrenamtlich Aktive. So hatte Kunsthistorikerin Gaethke aus Kiel die ausgestellten Originalkarten zusammengetragen, die in der Ausstellung die vielfältigen Motive der alten Weihnachtskarten aufzeigten. „Die unterschiedlichsten thematischen Darstellungen auf diesen wiederentdeckten Kulturträgern werden beleuchtet und geben Einblick in eine alte, aber auch jährlich wiederkehrende Welt der Weihnachtspostkarte“, wirbt Konert weiter.

Nach den Feiertagen und um den Jahreswechsel ist die Ausstellung auch noch an dem Wochenende, 6. und 7. Januar, zu sehen. „Danach muss sie leider wieder abgebaut werden“, berichtet Konert ferner. Der Eintritt ist frei.

Von Sven Warnecke


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  • ... für Ortsunkundige verwirrend, weil es keine Ortschaft namens Wedemark gibt. Verwaltungssitz ist Mellendorf.
  • ... eine der reichsten Gemeinden Niedersachsens, wenn man das Pro-Kopf-Einkommen der Bürger betrachtet.
  • ... Gründungsort des ESC Wedemark, der 2010 als Hannover Scorpions deutscher Eishockeymeister wurde.
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