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Region Wedemark Nachrichten Der Polizeichef kommt „heim“
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09:58 09.10.2018
Seit dem 1. Oktober ist Jochen Sachweh Leiter des Polizeikommissariats Mellendorf. Quelle: Sven Warnecke
Mellendorf

Für den aus Burgdorf stammenden und seit nun fast 30 Jahren in Langenhagen lebenden Jochen Sachweh bedeutet die Übernahme der Amtsgeschäfte im Polizeikommissariat Mellendorf fast ein „Heimspiel“ – um in der Sprache der Fußballer zu bleiben. Denn für den Ersten Polizeihauptkommissar steht Sport weit vorne auf der Agenda – bis heute. Früher hat er selbst die Fußballschuhe jahrelang geschnürt, später als Trainer schnüren lassen. Aktuell beschränkt sich der 52 Jahre alte Polizist auf Fitness-Training. Im eigenen Kraftraum und Fitnesskeller.

Sachweh ist bereits seit 33 Jahren Polizeibeamter – hat nach dem Abitur 1985 diverse Stationen durchlaufen. Nach der Ausbildung war er bei der Bereitschaftspolizei, ging dann für drei Jahre zum Fachhochschulstudium für die Übernahme in den Höheren Dienst. Es folgten 1994 Stationen im Kommissariat in Langenhagen – unter anderem auch als Dienststellenleiter der Station am Flughafen. Und er war eben auch für ein halbes Jahr in Mellendorf aktiv.

Er spricht in der Folge auch von einer Rückkehr. „Deshalb kenne ich so viele Leute hier.“ Und die Vorstellungsrunde bei den aktuell 41 Polizeibeamten der Wedemark fiel dann entsprechend kurz aus. „Wir haben nur drei Minuten gebraucht“, sagt Sachweh lachend. „Deshalb fühle ich mich so wohl und freue mich auf die Aufgabe hier.“

Vor seiner letzten Station als Leiter Einsatz in der Polizeiinspektion Burgdorf arbeitete der Beamte mehrere Jahre als Leiter der sogenannten Verfügungseinheit Süd auf dem Messegelände. Dort war er unter anderem für die Sicherheit der damals in der Arena ausgetragenen Eishockeyspiele der Scorpions verantwortlich – auch während der Meistersaison und anschließender Feier im Jahr 2010.

Und mit dem Verein wird es nach der Rückkehr nach Mellendorf ins Eisstadion ein Wiedersehen geben. Denn auch dort gilt es für die hiesige Polizei, für die Sicherheit vor, während und nach den Spielen zu sorgen. Dabei gebe es durchaus sogenannte Risikospiele, wo die Polizei mit einer höheren Präsenz zugegen sein wird. Er selbst dann auch, betont Sachweh.

Dass der verheiratete Vater von zwei Söhnen aus Überzeugung und mit Herzblut bei der Sache ist, ist auch an dem Umstand zu erkennen, dass sich einer seiner Söhne ebenfalls für den Polizeiberuf entschieden hat. Auch die Schwiegertochter in spe trägt bereits die Uniform.

Und wie schaltet Jochen Sachweh außerhalb des Dienstes ab? Etwa beim Sport, antwortet der Beamte. Oder bei ausgedehnten Spaziergängen mit seiner Familie samt dem schokofarbenen Havaneser namens Teebo. „Ich glaube schon, dass ich ein Familienmensch bin“, meint der ausgeprägte Südtirol-Fan. Seit 24 Jahren reise die Familie in die Berge. „Dort haben meine Söhne das Laufen gelernt“, erinnert sich der Polizeichef. „Ich fahre stets in die gleiche Pension.“ Auch das zeugt von einer Kontinuität, die bereits der Polizeipräsident Volker Kluwe dem neuen Mellendorfer Kommissariatsleiter bei der Amtsübergabe attestiert hatte.

Von Sven Warnecke

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