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Region Wedemark Nachrichten Familienunternehmen sind Stütze der Wirtschaft
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18:05 30.11.2018
An dieser Schaltstelle sollen alle Bewerber und Firmen zu ihren Dates finden. Quelle: Ursula Kallenbach
Wennebostel

Zum 22. Karrieretag der Familienunternehmen in Deutschland haben sich am Freitag bei Sennheiser electronic in der Wedemark 650 ausgewählte Bewerbe mit weit mehr als 100 Firmenvertretern getroffen. Ziel der professionell vorbereiteten Dates: herauszufinden, wer in welches Unternehmen passt.

Mit den Bewerbern, überwiegend zwischen 22 und 34 Jahre alt, waren 40 Nationalitäten aus zehn Ländern zum Innovation-Campus in Wennebostel angereist. „100 bis 150 neue Jobs sollten heute zustande kommen“, so schätzten die Veranstalter den Erfolg passender Anbahnungen aufgrund jahrelanger Erfahrungen ein. Denn seit zehn Jahren organisieren die Familienunternehmen zweimal jährlich, abwechselnd im Norden und im Süden der Republik, dieses Karrieretreffen. Hohes Kompetenzniveau ist schon Voraussetzung für die Anbahnungen; die Lebensläufe der zugelassenen Bewerber – oft schon Fach- und Führungskräfte - lagen vorab vor.

Die im klassischen Business-Outfit angetretenen 650 Bewerber, ein Drittel von ihnen Frauen, bekamen die Chance des direkten Gesprächs mit den Unternehmern – eben auch mit Andreas Sennheiser. Prägnanter und überzeugter als er hätte wohl niemand das diesmal gastgebende Familienunternehmen Sennheiser beschreiben können: „Wir haben die Attitüde eines Start-ups, aber mit Erfahrung in der dritten Generation“. Vor 75 Jahren habe sein Großvater diese Start-up-Kultur hier in Wennebostel gegründet, verdeutlichte Sennheiser im Gespräch dieser Zeitung. „Wir suchen Menschen, die die richtige Haltung haben zum Arbeiten. Kompetenz ist immer vorausgesetzt, aber die ist sowieso nach drei Jahren überholt.“ Was braucht es noch, damit qualifizierte Mitarbeiter, Teams und ein ganzes Unternehmen innovativ sind? „Vor allem keine Hürden“, betonte Sennheiser. „Menschen wollen sich ausdrücken in Innovation. Hier haben wir eine Spielwiese mit perfekter Infrastruktur – da geht alles“, verwies er auf den Innovation-Campus.

Das Unternehmen investiert knapp sieben Prozent in die Forschung. Zugleich ist Andreas Sennheiser überzeugt: „Innovation kann man nicht fördern, man muss Hindernisse beseitigen“. Es sei die Offenheit und Neugier der Mitarbeiter, die das Unternehmen immer wieder dazu bringe, Ideen auszuprobieren und gemeinsam neue Wege zu beschreiten, ergänzte Daniel Sennheiser, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder führt.

Wohl auf 1000 Gespräche werde es dieser Tag bringen, erläuterte der Projektleiter für den Karrieretag, Stefan Klemm. Mit dem Entrepreneurs Club, München, hatte er den Karrieretag Familienunternehmen gemeinsam mit einer gleichnamigen Stiftung und führenden deutschen Familienunternehmen ins Leben gerufen. Bewerbermanagement sei für alle Seiten wichtig. „Viele Geschäftsführer führen selbst die Interviews. Ein Mitarbeiter, der sich mit der Unternehmenskultur identifiziert, kann einen Betrieb entscheidend voranbringen. Das gilt in Familienunternehmen mit flachen Hierarchien mehr als anderswo.“

Familienunternehmen stellen 60 Prozent der Arbeitsplätze

Lokal ansässig, oft aus einer Nische heraus Innovation entwickelnd und dann weltweit agierend, dies zeichnet viele familiengeführte Unternehmen aus. „Standbein am Ort und Spielbein in der Welt“, beschreibt es Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. „Familienunternehmen sind 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland. Sie stellen 60 Prozent aller Arbeitsplätze“, erläutert er. „Wer sich mit Wirtschaft befasst, sollte sich dafür interessieren.“ Dabei kämen familiengeführte Firmen in allen Größen und Rechtsformen vor. Mehr als 200 Umsatzmilliardäre fänden sich übrigens in ihren Reihen. Für Mitarbeiter seien in Familienunternehmen das Mitwirken an Projekten, auch in anderen Ländern, das eigenverantwortliche Arbeiten und Teamarbeit attraktiv. „Das suchen Menschen, die sinnstiftend für einen Betrieb tätig sein wollen“, verdeutlicht Heidbreder. „Die Welt beneidet uns um diese typischen Unternehmen.“

Von Ursula Kallenbach

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