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Nachrichten 100 Grundschüler erleben den Wald
Region Wedemark Nachrichten 100 Grundschüler erleben den Wald
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13:33 25.09.2018
Spaß muss sein für die Achtjährigen: Thorben (von links), Lasse und Fabian aus der dritten Klasse kuscheln mit einem Fuchsfell. Quelle: Kallenbach
Resse

Waldluft in der Nase, Zweige, Laub und Eicheln unter den Sohlen, nach zwei Stunden draußen trotz Sonne kalte Finger: 100 Resser Grundschüler hatten das Glück, an einem Waldprojekttag die Natur im Herbst zu entdecken.

Also: Das Eichhörnchen kann es besser als Kinder. Das jedenfalls bestätigten die Jungen und Mädchen der Klasse 4b, als sie bei ihrem Durchlauf der sieben Stationen auch den Pflichten des Eichhörnchens nachgingen. Sie sollten selbst Eicheln sammeln, verstecken und – wiederfinden. „Wenn man sich das über den ganzen Winter merken muss“, stellten sich die Viertklässler staunend vor. „Und dabei ist das Gehirn der Eichhörnchen doch kleiner.“ Immerhin räumten die Experten aus Jägerschaft und Resser Forst aber ein, auch diese kleinen Wildtiere vergäßen manchmal ihre Vorratsplätze.

Für die 100 Grundschüler – nur zwei mussten krank zu Hause bleiben - und die Lehrkräfte standen allein aus dem Hegering Wedemark unter Leitung von Folke Hein und Henrik Bardeck 16 Jäger und jagdlich versierte Helfer zur Verfügung; Revierförster Thomas Deppe bezog seinen Waldlehrpfad in den Erlebnistag mit ein. Mit Jagdhornklang wurden die Kinder am Start morgens begrüßt und tauchten in die wilde Welt nur wenig entfernt von ihrer Schule ein.

Der Greifvogel, der hoch oben kreist, ist der Bussard; flach über die Felder streift der Habicht. Einen jungen Hühnerhabicht hatte Jäger Wilfried Giesemann als Tierpräparat, ausgestopft, zur Anschauung dabei. „Das ist ein Grifftöter. Er tötet seine Beutetiere mit den Krallen und drückt sie kaputt“, erklärte Giesemann. Aus dem unerschöpflichen Fundus der Jäger zog er außerdem einen Birkhahn, eine Schleiereule und Enten. Mit einem Fuchsfell hatten die Kinder ihren Verkleidungsspaß. Jagdhund Merle lag derweil brav auf einer Matte, und ganz nebenbei erfuhren die Kinder auch, dass es oft die Jägerin Renate Giesemann ist, die bei der Jagd das erlegte Wildschwein aus dem Maisacker zieht und nicht ihr Mann.

Um Pflanzen und Haarwild ging es an anderen Stationen, und Spiele brachten die Kinder in Bewegung. Für Verpflegung hatten Eltern gesorgt. Schon im Mai gab es erste Planungen zu dem Erlebnisprojekt jetzt am Herbstanfang. Erst am Abend zuvor habe man entschieden, ja, der Walderlebnistag solle starten, berichtete Schulleiter Werner Behrens. Folke Hein vom Hegering war die gesamte Strecke abends extra noch einmal mit dem Rad abgefahren. Und nun habe man solches Glück mit dem Wetter. „Die Kinder haben sich so sehr darauf gefreut“, bestätigte Behrens.

Von Ursula Kallenbach

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