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Region Wedemark Nachrichten Wedemark steigt in E-Autos ein
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16:12 26.09.2018
Feste Stellplätze an der Tanksäule vor dem Rathaus haben die beiden neuen Fahrzeuge, die Joachim Rose (links) und Harald Hesse jetzt offiziell übergeben haben. Quelle: Kallenbach
Mellendorf

Die Gemeinde Wedemark ist in die E-Mobilität eingestiegen. Zwei VW „e-up!“-Fahrzeuge stehen ab sofort im Gesamtpool von sechs Personenfahrzeugen für Bedienstete der Gemeinde bereit. Autos und Elektro-Tanksäule finanziert das Bundesumweltministerium zur Hälfte.

Zwei Stellplätze sind den beiden Fahrzeugen direkt an der Elektro-Ladesäule vor dem Rathaus in Mellendorf fest zugewiesen. Zwei Stunden laden ermöglicht 120 Kilometer Fahrt. „Das reicht für uns aus“, sagte Fachbereichsleiter Harald Hesse am Dienstag bei der offiziellen Übergabe. Tanksäule und Fahrzeuge sind so gesichert, dass sie für Unberechtigte gesperrt sind.

Dass die Säule nicht auch öffentlich benutzt werden darf, war Maßgabe des Bundesumweltministeriums für die Kofinanzierung von 50 Prozent. So beteiligt sich der Bund an der Säule für 10.000 Euro, je Auto für 24.200 Euro und an der Verlegung des Stroms für 10.000 Euro jeweils zur Hälfte. Die Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, Inga Jetter, akquirierte die Zuschüsse für die Gemeinde.

Nach wie vor gibt es in der Wedemark keine Stromtankstelle, die öffentlich zur Verfügung steht, bestätigte Gemeindevorstand Joachim Rose. Für die Kommune vermochte er nicht zu sagen, weshalb das Bundesministerium die nun geförderte Säule am Rathaus nicht für alle Nutzer freigeben will. Die Gemeindeverwaltung habe schon einmal einen Auftrag von den Kommunalpolitikern haben wollen, einen Standort zu bestimmen für eine solche öffentliche Säule, um dann die Frage eines Stromlieferanten zu klären. Dies sei aber gescheitert.

Die Idee, dass die angeschafften E-Autos insofern auch einen Verbreitungsfaktor darstellen könnten, kann die Gemeinde insofern selbst nicht mit aller Überzeugung vertreten. Aber für Interesse sorgt die Tanksäule an dieser exponierten Stelle auf jeden Fall.

Wedemärker, die selbst schon E-Autos fahren, werden nach Auskunft von Fachbereichsleiter Harald Hesse sicherlich die Infrastruktur etwa in Hannover nutzen oder beim Arbeitgeber tanken, der ihr Fahrzeug bereitstellt. Über eine übliche Schuko-Steckdose lässt sich ein E-Auto auch mit Hausstrom laden – das dauert allerdings etwa 16 Stunden.

Die Rathausmitarbeiter, die demnächst stromgetrieben fahren, dürfen die Säule am Rathaus selbstverständlich auch nur für die Dienstfahrten nutzen und nicht privat tanken. Die neuen Autos waren fällig, weil zwei Leasingverträge für bisherige Fahrzeuge ausgelaufen waren; im Rahmen der üblichen turnusmäßigen Ersatzbeschaffung kamen die beiden E-Mobile in den Pool.

Von Ursula Kallenbach

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