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Region Wedemark Nachrichten Im Bürgerhaus bewährt sich Mix für Besucher
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00:17 18.12.2017
Von Ursula Kallenbach
In Bissendorf gebaut - aber im Betrieb ist es seit zehn Jahren ein Bürgerhaus für die ganze Wedemark. Quelle: Kallenbach
Bissendorf

Seit zehn Jahren ist das Bürgerhaus in Bissendorf mit einem Mix aus Politik, Kultur und Gastronomie ein Zentrum für die Wedemark. Nun ist ein neuer Flügel in den Saal des umfangreich sanierten Gebäudes hinzugekommen. Auch dieser erfordert einen genaueren Rückblick: Über die Jahre waren Konzerte, Hochzeiten und bedeutende Veranstaltungen der Gemeinde dort schon auf guten Klavierklang angewiesen. Allein Hochzeiten im Standesamt Wedemark mit Feiern im Bürgerhaus – bis zu 150 Gäste können das Brautpaar begleiten - sind regionsweit ein Frequenzbringer für die Wedemark. Aber: „Der alte Flügel war nicht mehr konzertabel – wie alle Pianisten und Klavierstimmer einhellig monierten“, sagt Gemeindesprecher Ewald Nagel.

Auch war die Standsicherheit nicht mehr zu gewährleisten.Die Gemeinde hatte ihre liebe Not mit dem Instrument. „Vor jedem Konzert, auch bei Hochzeiten mit Klavierbegleitung, musste das Instrument neu gestimmt werden, was jedes Mal Kosten für den Klavierstimmer verursachte“, schildert Nagel die Malaise. Je nach kleinklimatischen Umständen habe der Flügel noch während des Konzerts seine zuvor gut gestimmte Fasson verloren – „ein unhaltbarer und unwürdiger Zustand, sowohl für die Pianisten und für die Zuhörer als auch auf Dauer für den Gemeindehaushalt. Eine Reparatur war wirtschaftlich nicht zu tragen“.

Der neue Flügel nun hatte seinen ersten offiziellen Einsatz bei der Feier zum Geburtstag des Bürgerhauses. Das Instrument von Yamaha ist gebraucht gekauft worden und zwei Jahre alt. Das alte Pendant, so Nagel, wurde zum Restbuchwert verkauft.

Nicht ohne politischen Streit war das teure Sanierungsobjekt, später Bürgerhaus benannt, im Ensemble des historischen Amtshofs noch zu Zeiten des ehemaligen Bürgermeisters Tjark Bartels zustande gekommen. Den Wert des Hauses hätten mittlerweile alle, ihn selbst eingeschlossen, erkannt und die Atmosphäre lieben gelernt, betonte der amtierende Bürgermeister Helge Zychlinski zum zehnjährigen Bestehen. Es sei seinerzeit eine gute Entscheidung gewesen, das Erdgeschoss einer Gastronomie, einem Buchgeschäft und dem Kunstverein Imago für Publikumsverkehr zu öffnen.

Umso wichtiger wäre es Zychlinski zufolge, dass im Haus wieder ein Gastronomiebetrieb eröffne. Die Gemeinde könne aber voraussichtlich erst im Januar wieder über die Räume des Restaurants verfügen. Dann sei im Rechtsstreit mit dem bisherigen Gastronomen eine Gerichtsverhandlung angesetzt. Danach werde man öffentlich bekannt geben, wenn sich Interessenten um eine Nachnutzung des Restaurants bewerben könnten. Das Haus verdiene das beste Konzept.

Zu diesem gehört der Publikumsverkehr – mehr als 2000 Besucher jährlich zählt allein der Kunstverein Imago. Mit dem Fußboden im Foyer, der diesen Anforderungen hätte standhalten müssen, hatte die Gemeinde indes wenig Glück – er erwies sich als zu wenig belastbar und musste nachgebessert werden. Auflagen im Eingangsbereich, was dort platziert werden konnte, waren die Folge. Umgestaltet wurde 2009 vor dem Bürgerhaus auch der Amtshof mit altem Feldstein- und Kleinsteinpflaster. Fußweg und Parkbuchten wurden in die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt geschoben.

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