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Nachrichten Moorgeest: Region geht auf Bedenken ein
Region Wedemark Nachrichten Moorgeest: Region geht auf Bedenken ein
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00:16 11.10.2018
Vom Nordturm geht der Blick weit in das Bissendorfer Moor. Quelle: Uphues
Resse/Region

Allein im Bissendorfer Moor sind von den Planungen zur Wiederherstellung naturnaher Wasserstände in der Hannoverschen Moorgeest nach Angaben der Region Hannover 425 Flurstücke betroffen. Auch in diesem wertvollen Hochmoor sollen die Flächen in einem vereinfachten Flurbereinigungsverfahren angekauft werden oder über Gestattungsvereinbarungen für die Baumaßnahmen zur Wiedervernässung zur Verfügung stehen, wie Regionssprecherin Christina Kreutz jetzt auf Nachfrage mitgeteilt hat.

Zu dem Vorhaben im Bissendorfer Moor wurden am 26. September im Mooriz in Resse bei einem nicht-öffentlichen Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren die dazu eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen besprochen – solche von Privatpersonen ebenso wie Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange gemeinsam mit dem Projektträger - das Land Niedersachsen war dabei vertreten durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Als Genehmigungsbehörde ist die Region Hannover mit ihrem Fachbereich Umwelt in der Verantwortung.

Bei der Prüfung der eingegangenen Einwände gebe es lediglich zu einem Grundstück noch offene Fragen, die jetzt betrachtet werden müssten, teilte die Regionssprecherin mit. Die anderen Einwände bezögen sich in erster Linie darauf, „dass im Flurbereinigungsverfahren noch nicht mit allen Eigentümern Kontakt aufgenommen worden war“. Das stehe jetzt an, so Kreutz, „ so dass im Erörterungstermin Irritationen ausgeräumt werden konnten“.

Bei den Stellungnahmen von Naturschutzverbänden und Trägern öffentlicher Belange ging es Kreutz zufolge vor allem um technische Details, aber auch um die Frage, ob zusätzliche Vogelschwärme die Flugsicherheit des Flughafens Hannover-Langenhagen gefährden könnten. „Da nicht geplant ist, die Flächen so zu gestalten, dass weitere Vogelschwärme angelockt werden, konnte auch auf diese Bedenken eingegangen werden“, erläuterte die Regionssprecherin. Zu anderen Fragestellungen seien noch Klärungen offen.

Zuletzt Ende Juni hatte das Amt für regionale Landesentwicklung (Arl) Leine-Weser als Flurbereinigungsbehörde in einem Anhörungstermin in der Wedemark über das Flurbereinigungsverfahren Hannoversche Moorgeest in den betroffenen Kommunen Wedemark, Garbsen, Langenhagen und Neustadt am Rübenberge informiert. Dabei erörterte das Amt mit den Teilnehmern die inzwischen geänderten Wertermittlungsergebnisse für die Flächen. Die Änderungen sind aus Sicht der Flurbereinigungsbehörde erforderlich geworden, da mittlerweile rund 200 Hektar Tauschflächen zum Flurbereinigungsgebiet hinzugezogen wurden – eine Folge daraus, dass entgegen den früheren Annahmen weit mehr Flächeneigentümer sich zum Tausch gegen andere Flächen statt zum Verkauf oder zur Gestattung der geplanten Wiedervernässungsarbeiten in den Mooren entschlossen haben.

Diese Tauschflächen weisen zum Teil andere Charakteristika (Wald, Wiese) auf als die Flächen im Kerngebiet der vier Moore (Schwarzes Moor bei Resse, Bissendorfer Moor, Otternhagener Moor und Helstorfer Moor). Daher musste der bestehende Wertermittlungsrahmen um diese Eigenschaften ergänzt werden. Zum anderen wurden die Werte im Hinblick auf die aktuellen Marktgeschehnisse überprüft. Zwischenzeitlich waren auch mehrere Klagen beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg mit Bezug auf das Flurbereinigungsverfahren anhängig.

Von Ursula Kallenbach

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