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Nachrichten Blühstreifen als Ziel – mit Geld der Region
Region Wedemark Nachrichten Blühstreifen als Ziel – mit Geld der Region
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15:09 09.10.2018
Im Bissendorfer Bürgerhaus wurden Möglichkeiten des Naturschutzes in der Wedemark diskutiert . Quelle: Stephan Hartung
Bissendorf

Die Wedemärker Grünen-Fraktion wünscht sich mehr Blühstreifen in der Gemeinde – und setzt sich für finanzielle Unterstützung durch die Region Hannover ein. Den nötigen Anschub für diesen Vorstoß gaben den Kommunalpolitikern zwei Experten während einer Fraktionssitzung der Partei im Bürgerhaus. Die Wedemark sei zwar hinsichtlich der biologischen Vielfalt gut aufgestellt, die diversen Arten und die Natur müsse man aber mit weiteren Projekten schützen.

Im Saal des Bürgerhauses referierten der Fachgutachter Dietrich Kraetzschmer von der Planungsgruppe Umwelt aus Hannover und Ulrich Schmersow, umweltpolitischer Sprecher der Grünen in der Regionsfraktion und wohnhaft im Ronnenberger Ortsteil Benthe, – inklusive der anschließenden Diskussion gab es einen zweistündigen Informationsaustausch. Im Osten die Wietze, entlang der Bahn Siedlungsgebiete, dazwischen landwirtschaftliche Flächen und überall viele Biotope – Kraetzschmer hatte sich zuvor in der Gemeinde umgesehen. „Die Wedemark ist gut strukturiert“, sagte Kraetzschmer in der Sitzung. Ein besonders wertvolles und zugleich schützenswertes Biotop sei der Bereich rund um den Brelinger Berg, mit Wald und Sandgruben. „Dort fühlt sich der Uhu sehr wohl“, ergänzte er. Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen sind seiner Meinung nach die Errichtung von sogenannten Blühstreifen mit hoch stehenden Gräsern und Pflanzen am Feldrand. Sie bieten Nahrung sowie Wohn-und Nistplatz – natürlich nicht nur für den Uhu.

Fördertopf der Region wird kaum nachgefragt

Kraetzschmer stellte dabei die Frage, ob es für das Anlegen und Bewirtschaften von Blühstreifen eine Förderung gibt – perfekter hätte der Übergang zum Beitrag von Ulrich Schmersow nicht sein können. Er hat den Einblick in die Finanzen der Region. „Jährlich ist im Haushalt der Region 400.000 Euro für biologische Vielfalt vorhanden – das wird aber nicht ausgenutzt“, sagte Schmersow und nannte einen einfachen Grund. „Es fehlen die Anträge. Also habt Mut und stellt Anträge, es ist genug Geld da.“Auch sein Fazit zur Wedemark fällt positiv aus. „Hier gibt es tolle Fläche, die hätte manche Kommune in der Region gern.“

Bei der Grünen-Fraktion war man mit dem Abend sehr zufrieden. „Es war interessant zu hören, welche Möglichkeiten es über die Region gibt. In Kürze stehen bei uns in der Gemeinde Haushaltplanungen an, bei den Gesprächen kann man auf solche Chancen hinweisen“, sagte Fraktionssprecher Wilhelm Lucka im Anschluss.

Von Stephan Hartung

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