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Region Wedemark Nachrichten Wenn Spenden zur Ware werden
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00:18 17.12.2017
Von Ursula Kallenbach
Da wird es eng zwischen den Kleiderständern und Regalen, als der Verein "fast geschenkt" seine Spenden übergibt. Quelle: Kallenbach
Mellendorf

Ob Hosen, Kleider, Babysachen oder Bettwäsche – sie sind für wenige Euro zu erstehen. Kinderbücher – noch zu Weihnachten – gibt es für 50 Cent: Der Treffpunkt „fast geschenkt“ in Mellendorf an der Bissendorfer Straße 32 ist am Freitag, 15. Dezember, von 10 bis 13 Uhr letztmalig in diesem Jahr geöffnet.

„Fast geschenkt“ ist auch der Name des gemeinnützigen Trägervereins, der den Betrieb auf etwa 100 Quadratmetern mit 24 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen an mehreren Wochentagen erfolgreich managt. Vor allem gespendete, oft fast neuwertige Kleidung wird in den Räumen umgeschlagen - für kleinste Preise und immer mit ein paar freundlichen Worten garniert. „Die Spendenbereitschaft ist hervorragend, die Sachen sind von guter Qualität“, bescheinigt die Vereinsvorsitzende, Regina Niehoff. Einkaufen kann, wer möchte. Die Kundschaft sei gemischt, sagt Niehoff. Berechtigungsausweise will der Verein nicht einführen.

25 Mitglieder zählt „Fast geschenkt“ – die 24 im Laden tätigen Frauen und einen Mann. Begonnen hat das Vorhaben 2006 als ehrenamtlich geführte Kleiderkammer, seinerzeit beengt untergebracht im Untergeschoss des gemeindlichen Hauses Am Sande. Schon damals förderte Niehoff als Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark das Projekt. 2009 zog man an die Bissendorfer Straße. Für den Mietvertrag stand erst die Lebenshilfe gerade. Der Verein wurde vor drei Jahren gegründet; eingetragen und gemeinnützig darf er sich seit März 2017 nennen. Seither firmiert das Haus auch als „Treffpunkt fast geschenkt“ und nicht mehr als soziales Kaufhaus. „Mieter sind wir jetzt selbst“, betont sie. Der Rest des eingenommenen Geldes gehe wieder in Spenden.

In der Mitgliederversammlung wurden bei den Vorstandswahlen Regina Niehoff als Vorsitzende bestätigt. Sie hat mit Sybille Jahnke und Brigitte Wichert zwei Stellvertreterinnen an ihrer Seite. Schriftführerin ist Ellen Reichelt (Stellvertreterin Sonja Schönberg). Die Kasse führt Sabine Möller (Stellvertreterin Angelika Zey).

Der Verein ist auch Mitglied in der Freiwilligenagentur Wedemark. Ein ausliegender Flyer beschreibt das ganze fast-geschenkt-Sortiment; neben Kleidung sind Schuhwerk, Porzellan und Gläser, Spielzeug und Modeschmuck im Angebot zu finden. Außerdem werden Möbelstücke vermittelt, wenn der Anbieter ein Foto und seine Telefonnummer abgibt.

Ab Montag, 8. Januar, gelten wieder die Öffnungszeiten montags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr sowie dienstags von 15 bis 18 Uhr. Mittwochs von 15 bis 17 Uhr werden Sachspenden nur angenommen, nicht verkauft.

Feste Trauergruppe ist neues Projekt

Eine Spende von 500 Euro hat der gemeinnützige Wedemärker Verein „Fast geschenkt“ jetzt dem Ambulanten Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark zukommen lassen. Am Montag, 18. Dezember, fährt eine Abordnung zum Tierheim Langenhagen, um dort ebenfalls eine 500-Euro-Spende zu überreichen. Eine weitere Zuwendung über 1000 Euro hatte kürzlich schon das Familienzentrum Emilie an der St.-Georgs-Kirche in Mellendorf erhalten.

Der Ambulante Hospizdienst unter dem Dach des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen plant ein neues Projekt in der Trauerarbeit, wie die hauptamtliche Koordinatorin Ursula Nacke im Treffpunkt „Fast geschenkt“ berichtete. Vorbereitet werde eine feste Trauergruppe, in der jeweils über einige Monate mehrere Trauernde regelmäßig zusammenkommen können. Es fehle noch am Konzept und Material, auch müssten Ehrenamtliche weiter fortgebildet werden. „Dafür wollen wir die Spende einsetzen“, erläuterte Nacke. Das seit 2011 schon bestehende Trauercafé in Großburgwedels Mitteldorf bleibt aber jeden ersten Dienstag im Monat für Besucher geöffnet. Im Schnitt suchen Nacke zufolge zehn bis zwölf Trauernde dort das Gespräch. Vier ehrenamtliche Mitarbeiter stehen für die Betreuung zur Verfügung.

Heute ist der letzte Öffnungstag in diesem Jahr, an dem Besucher gespendete Kleidung, Bücher und Babyausstattung zu Minipreisen erwerben können. Quelle: Kallenbach

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