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Nachrichten Bauantrag: Generationshof ist auf dem Weg
Region Wedemark Nachrichten Bauantrag: Generationshof ist auf dem Weg
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10:21 09.04.2018
Von Ursula Kallenbach
Fachbereichsleiter Jörg Clausing (von links), Teamleiterin Kinderbetreuung Esther Bänsch und Bürgermeister Helge Zychlinski sind froh, dass das innovative Projekt mit Investorin Christine Steffen jetzt auf dem Weg ist. Der Bauantrag ist übergeben. Quelle: Kallenbach
Negenborn

Generationshof mit Kindertagesstätte und Krippe heißt das Projekt – jetzt hat die Initiatorin und Geschäftsführerin den Bauantrag für einen Teil der geplanten Einrichtung in Negenborn offiziell der Gemeinde Wedemark überreicht. Keine Frage für alle Beteiligten, dass das Vorhaben „Sonnenblumenhof“ in diese Zeit passt.

Viele Hürden waren zu überwinden. Statt eines zunächst geplanten Neubaus wird Christine Steffen mit ihrem Team die vorhandene Hofstelle im Bestand umbauen müssen für Altenpflegeplätze und Gemeinschaftsbereiche; in einem Anbau werden Krippe und Kindertagesstätte Platz finden. Dies hat in der Realisierung Vorrang. Alles wird deutlich teurer als geplant. Im August ist ein Sponsorenlauf zur Teilfinanzierung des Projektes geplant, das insgesamt 1100 Quadratmeter Um- und Anbau schafft. Für die integrative Kindertagesstätte mit 19 Plätzen und die Krippe mit 15 Plätzen ist eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet – Voraussetzung für öffentliche Zuschüsse. Für den Seniorenbereich mit 15 Pflegeplätzen und Tagespflege eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Steffen ist in beiden verantwortlich als geschäftsführende Gesellschafterin.

„Die Kombination aus Kita und Pflege ist anspruchsvoll“, stellte Bürgermeister Helge Zychlinski jetzt bei der Übergabe des Bauantrags in Negenborn fest. Die Gemeinde Wedemark finde ein solches Projekt innovativ und fördere es, betonte er. Es sei aber auch ein wichtiger Baustein in den dramatischen Anforderungen an die Kommunen zurzeit. „Beitragsfreie Kitajahre in Niedersachsen und ein flexibler Einschulungstermin erfordern bei uns eine hohe Platzanzahl“, verdeutlichte er. „Da haben wir jetzt etwas Gutes auf die Beine gestellt.“

Allein für Negenborn, obwohl auch dort Kitaplätze stark nachgefragt werden, hätte die Gemeinde diese Anstrengung nicht machen können, sagte Zychlinski. „Vor zwei Jahren hätten wir uns das noch nicht vorstellen können.“ Aber als Christine Steffen das Sonnenblumenhof-Konzept, in dem Jung und Alt verbunden werden soll, vor einem Jahr auf den Tisch brachte, sei dies überzeugend gewesen. Das geplante Angebot von Kita- und Krippenplätzen decke die zunehmende Nachfrage im nordwestlichen Einzugsbereich der Gemeinde gut ab. Es können Eltern aus dem gesamten Schulbezirk Abbensen, Negenborn und Brelingen ihre Kinder dort anmelden. Obwohl der Bau in Negenborn noch nicht einmal steht, ist die online-Anmeldung bei der Gemeinde für diese Plätze bereits freigeschaltet.

Der Bebauungsplan mit größeren Einschränkungen hat der Verwaltung zufolge auf dem Areal in Negenborn die Dinge verzögert. Nach den ursprünglichen Plänen der Initiatorin hätte man - in Abstimmung mit der Region - auch noch das Landschaftsschutzgebiet verändern müssen. „Wir haben dann im Bauamt gemeinsam nach Lösungen gesucht“, sagte Zychlinski. Die gefundene sei finanziell aufwendiger für die Investorin. Sein Wunsch sei aber, dass es in der Wedemark weitere Konzepte für das Miteinander von Senioreneinrichtungen und Kindertagesstätten geben werde. „Das ist ein richtig guter, innovativer Ansatz“. Auch in Elze werde es so sein, dass neben der kommunalen Kindertagesstätte an der Wasserwerkstraße Wohnungen für Senioren gebaut werden.

Eine Spendenkampagne, so die Investorin, läuft ab sofort für die nächsten drei Wochen im Internet. Ihr eigenes Team laufe auch, und zwar mit zehn Teilnehmern beim Hannover-Marathon am Sonntag. Für August plant sie einen Spendenlauf und ein Fest an dem Hof in Negenborn. Die Seite ist unter www.startnext.com/Sonnenblumenhof im Internet zu finden. Fragen beantwortet Christine Steffen unter Telefon (0163) 4802979 oder per E-Mail an info@sonnenblumenhof.com.

Bänkerin steigt um und gründet Generationshof

Sie ist 26 Jahre alt, Bankkauffrau und Betriebswirtin, wohnt seit zehn Jahren in Garbsen – und betreibt ein ambitioniertes Vorhaben in Negenborn. Dafür hat sie inzwischen ihre Stelle als Bänkerin auf eine halbe reduziert und sieht auf sich zukommen, dass sie als Geschäftsführerin des Sonnenblumenhofs bald hauptberuflich arbeiten wird. Der Eigentumsübergang für den Hof in Negenborn ist notariell beurkundet. Mit ihrem etwa zehnköpfigen Team arbeite sie inzwischen schon weitere Konzepte aus, sagt Christine Steffen. „Der Bedarf, das Interesse und die Nachfragen sind groß. Das liegt auch daran, dass immer mehr Familien so weit auseinander wohnen.“ Ihre eigene Motivation für das innovative Vorhaben in Negenborn beschreibt sie genau darin. Sie sehe sowohl die Situation ihres gehandicapten Bruders, und sie habe eine Einrichtung für ihren Großvater, einen Altlandwirt, gesucht, und beides müsse für sie passen. Der Hof in Negenborn direkt an der Feldmark sei ideal.

Ein gemeinsames Tanzprojekt soll in der Wedemark Generationen und Kulturen zusammenbringen. Für Mai planen der Flüchlingshilfe-Verein Miteinander Wedemark und die Compagnie Fredeweß eine gemeinsame Abschlussvorstellung mit mehr als 100 Tänzern auf der Bühne.

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