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Nachrichten Hähnchenmastställe - Wer prüft Emissionen?
Region Wedemark Nachrichten Hähnchenmastställe - Wer prüft Emissionen?
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00:16 04.02.2018
Von Ursula Kallenbach
In der Wedemark will ein Landwirt weitere Mastanlagen für Hühner errichten. Quelle: Bernd Wüstneck (dpa)
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Elze

Die Wedemärker Grünen laden zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Industrielle Tierhaltung in der Wedemark“ ein. Die Diskussionsveranstaltung ist für Donnerstag, 8. Februar, beim MTV in Mellendorf geplant. Dabei stellen die Akteure um 19.30 Uhr in der Sportbar Herzblut, Industriestraße 37, die geplante Stallerweiterung eines Landwirts in Elze auf insgesamt 174.000 Mastplätze für Hähnchen in den Mittelpunkt.

An dem Abend wollen die Grünen gemeinsam mit interessierten Wedemärkern der Frage nachgehen, ob sich aus dem konkreten Vorhaben in Elze Belastungen für die Umwelt, die Menschen und die Tiere ergeben. Sie wollen dabei auch über Formen der ökologischen und konventionellen Tierhaltung informieren sowie darüber diskutieren. Als Fachleute im Podium äußern ihre Argumente Miriam Staudte, die agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Niedersächsischen Landtag, aus der Wedemark die Veterinärmedizinerin Claudia Preuß-Ueberschär für den Verein Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft sowie ein noch nicht benannter Vertreter des BUND-Kreisverbandes Hannover. Moderieren wird Christiane Hussels, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft Ländlicher Raum, die Diskussion.

Im Rathaus in Mellendorf liegen die Pläne für die Stallerweiterung öffentlich aus. Die Gemeinde ist jedoch lediglich als Baugenehmigungsbehörde tätig geworden und hat das Vorhaben baurechtlich genehmigt. Für alle Fragen und Auflagen zum Immissionsschutz ist die Region Hannover zuständig. Gleichwohl richten viele Anwohner und interessierte Wedemärker ihre Sorgen und Anregungen an die Gemeindeverwaltung und die Politik vor Ort.

Bedenken werden insbesondere zur Belastung des Grundwassers im dortigen Wasserschutzgebiet geäußert. In der jüngsten Ratssitzung gab ein Elzer Bewohner zu bedenken, dass die Ställe sich von der Wohnbebauung circa 400 Meter in westlicher Richtung befänden. Keime, wie sie aus solchen Ställen über feine Staubpartikel nach außen drängten, würden aber über eine Entfernung von 800 Metern getragen, so seine Befürchtung. Von der Gemeinde wollte er wissen, inwieweit zum Beispiel notwendige Filteranlagen berücksichtigt würden.

Um qualifizierte Antworten zu erhalten, müssten sich die nachfragenden Wedemärker direkt an die Region Hannover wenden, hatte Bürgermeister Helge Zychlinski in der Fragestunde der Gemeinderatssitzung am 22. Januar empfohlen. Die Gemeinde werde auch nicht zu dem genehmigten landwirtschaftlichen Vorhaben politisch Stellung nehmen. Der Landwirt sei im übrigen bereit zu direkten Gesprächen mit Anwohnern und Verbrauchern.

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