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Die Bürgerinitiative Brelinger Berg will weiterem Kiesabbau in Richtung Brelinger Berg rechtzeitig Paroli bieten.

Die Bürgerinitiative Brelinger Berg will weiterem Kiesabbau in Richtung Brelinger Berg rechtzeitig Paroli bieten.© privat

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Wedemark

Kiesabbaupläne bis in den Brelinger Berg?

Eine mögliche massive Ausweitung des Sand- und Kiesabbaus im westlichen Teil des Brelinger Berges durch die Firma Günter Papenburg befürchtet die Negenborner Bürgerinitiative Brelinger Berg. Wohl zu recht, wie eine Anfrage bei dem Unternehmer ergeben hat.

Negenborn. Nach Informationen der Bürgerinitiative verfolgt die Firma Papenburg Pläne, die bisherige Abbaufläche in der Negenborner Kiesgrube um circa 28 Hektar in nördliche Richtung zu erweitern. „Das entspricht einer Fläche von 56 Fußballfeldern“, verdeutlicht der BI-Sprecher Georg Pfeiffer. Bis jetzt besitzt das Unternehmen Abbaurechte bis in das Jahr 2045 für diese Grube.

Mit der offenbar geplanten Erweiterung würde nahezu der gesamte westliche Teil des Brelinger Berges als Natur- und Erholungsraum verloren gehen, ergänzt Wolfgang Baustian. Beide BI-Sprecher verweisen auch auf den Schwerlastverkehr, der heute schon eine enorme Belastung für den Ort und die Gemeinde darstelle. „Er würde sich in den nächsten Jahren vermutlich drastisch erhöhen“, betont Pfeiffer. Außerdem seien negative Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel durch die Tiefe der Sandgrube zu befürchten.

Im Rahmen einer Wanderung an der Negenborner Kuhle, zu der die BI kürzlich öffentlich eingeladen hatte, wies der Jäger und Naturschützer Peter Völcker aus Brelingen auf die im Falle der Ausweitung zu erwartende Gefährdung der natürlichen Flora und Fauna in diesem Gebiet hin. Rein wirtschaftliche Interessen stünden hier dem Natur- und Artenschutz unmittelbar entgegen, wertvoller Wald würde verloren gehen, betonte Völcker, der Umweltpreisträger der Gemeinde Wedemark ist.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt stehen dem Vorhaben Papenburgs das geltende Landesraumordnungsprogramm wie auch das Regionale Pendant entgegen, die eine Ausweitung des Sand- und Kiesabbaus in diesem Gebiet noch ausschließen. Doch darauf will sich die BI – nach dem Motto: Wehret den Anfängen – nicht verlassen. Nach Informationen der Bürgerinitiative „versucht die Firma Papenburg aber, die Vertreter der etablierten Parteien für sein Vorhaben zu gewinnen. Demnach fanden in den vergangenen Monaten im Umfeld der Negenborner Kiesgrube wiederholt Informations- und Werbeveranstaltungen statt. Das bestätigte Bürgermeister Helge Zychlinski gegenüber den Vertretern der Bürgerinitiative.

Zychlinski war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen; auf Nachfrage dieser Zeitung teilten aber am Montag sowohl die Gemeindeverwaltung wie die Region Hannover mit, dass noch kein solcher Antrag des Unternehmens auf Erweiterung des Abbaus vorliege. Wohl aber, so Gemeindesprecher Ewald Nagel, werde Zychlinski dann ausführlich dazu Stellung nehmen.

"Es ist richtig, dass Gespräche mit der Verwaltung der Gemeinde Wedemark und mit den Ratsfraktionen über die Erweiterung der Kiesabbaustelle Negenborn geführt werden", teilte auf Anfrage Günter Papenburg mit. Gleichzeitig werde "als Gegenleistung" über die endgültige Stilllegung des Kieswerks Dudenbostel gesprochen. "Die Region Hannover ist in die Gespräche eingebunden. Der geplante Abbau findet im Rohstoffsicherungsgebiet statt", betonte der Unternehmer. Entsprechende Anträge würden erst nach Abstimmung gestellt.

Bereits 2012 hatte ein ähnlicher Vorstoß Papenburgs für Aufsehen gesorgt. Darauf hatten die Gemeinde noch mit Bürgermeister Tjark Bartels und die Region als Trägerin der Regionalplanung gegen einen solchen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet Brelinger Berg Stellung bezogen.

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Um zu informieren, ist die BI unterwegs auf einer Umrundung der Negenborner Kiesgrube.

Quelle: privat

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