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Region Wedemark Nachrichten Viel Schulausstattung - wenig Internet
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00:27 26.05.2018
Von Ursula Kallenbach
Bei der Digitalisierung ihrer Schulen setzt die Gemeinde Wedemark auf die Förderung von Bund und Land. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Mellendorf

Mehr als 80.000 Euro hat die Gemeinde Wedemark im vergangenen Jahr in die digitale Technik und Ausstattung an den Schulen investiert. Auf dem Campus W in Mellendorf ist jetzt der Zugriff auf das Internet zwar mittels WLAN möglich, gleichwohl wegen fehlender Glasfaserkabel weiter extrem langsam.

Am gesamten Campus inklusive Realschule und Sek II Bereich der IGS am Langen Felde sind durch den Schulträger rund 70 WLAN-Knotenpunkte, sogenannte Accesspoints für den kabellosen Zugang ins Internet ausgetauscht oder neu gesetzt worden. Doch die Situation im Bereich des Netzwerks ist unverändert. „Wenn alle Schüler und Lehrer Zugang zum Internet suchen, ist dies aufgrund des bestehenden digitalen Anschlusses bei weitem nicht möglich“, muss der Fachbereich Schulen der Gemeindeverwaltung einräumen. Über diese Probleme informierte die Kommune in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses. Glasfaserkabel-Verbindungen seien aktuell nicht geplant. Die Erweiterung der vorhandenen Bandbreite über den bestehenden Anschluss hinaus sei mit regelmäßig anfallenden hohen Kosten versehen, hieß es aus der Verwaltung weiter.

Kommune setzt auf Bundes- und Landesförderung

Für dieses Jahr ist vorgesehen, die Servertechnik am Campus aufzuwerten, damit der Zugang ins Internet weiter optimiert wird. Die Gemeinde setzt nun auf die Förderung von Bund und Land. Denn zur Steigerung der Medienkompetenz an niedersächsischen Schulen bis 2020 soll den Kommunen im Rahmen des "Digital Pacts" Geld zur Verfügung gestellt werden. Und diese Ankündigung lässt die Gemeinde Wedemark als Schulträger hoffen. Denn kommunale Finanzen allein reichten nicht aus, um eine gleichmäßige digitale Schullandschaft auf hohem Niveau zu erreichen, heißt es von der Verwaltung.

Am Campus wurden die Schulen inzwischen schon verstärkt mit neuen Servern und diverser Technik wie Beamersystemen mit WLAN-Anschluss ausgestattet. Damit können Schüler und Lehrer Präsentationen und Ausarbeitungen über mobile Endgeräte in den Unterrichtsräumen darstellen. Alle Schulen befassen sich auch selbst mit dem Thema „digitales Lernen“ und werden bei ihren Ideen vom Schulträger im Rahmen einer Medienentwicklungsplanung unterstützt.

Schulen gehen unterschiedlich vor

Dabei gehen die Schulen unterschiedlich vor. Die Realschule hat im fünften Jahrgang Tabletklassen eingeführt und will den Weg fortsetzen. Die IGS ist aktuell im siebten Jahrgang in der Pilotphase für mobiles Lernen. Dabei absolviert sie eine Testphase der auf dem Markt angebotenen Tabletsysteme mit den dazu gehörenden Lern-Apps und der entsprechenden Software. Das Gymnasium steigt nun in diese Phase ein. Die Mediatheken beider Schulen wurden 2017 mit entsprechenden Geräten und Notebooks für den digitalen Unterricht ausgestattet.

„Sollten die Schulen eine Entscheidung treffen, welcher Weg in die Zukunft des digitalen Lernens für sie geeignet ist, wird sie der Schulträger dabei unterstützen“, verdeutlicht Gemeindesprecher Ewald Nagel auf Anfrage. Geplant sei ein möglichst gleichartiges Vorgehen in der Systemlandschaft, dabei sei gleichwohl eine angemessene Individualität jeder Schule zu berücksichtigen.

Grundschulen sollen auch ans Netz

Die Gemeinde will in diesem Jahr nun auch die Grundschulen auf Netzanbindung und Kapazitäten beleuchten. Ziel ist es einen Plan aufzustellen, wie die Grundschulen den Weg in das digitale Lernen bestreiten können. Zu klären ist, welche Arbeiten in und an den Gebäuden notwendig sind, um die notwendigen technischen Voraussetzungen zu schaffen. Alle Schulen sind aufgefordert entsprechende Medienkonzepte vorzulegen. Dabei will der Schulträger für die gewünschte Technik einen Plan zur Anwendung sehen wie auch zu der notwendigen Fortbildung der Lehrkräfte.

Die Gemeinde Wedemark steckt Geld in die digitale Ausstattung der Schulen auf dem Campus W. Quelle: Kallenbach

Die Texte sind geschrieben, Fotos ausgewählt. Jetzt folgt noch eine letzte Überarbeitung der Autoren. Dann beginnt die Hauptarbeit für Karsten Molesch, um die Meitzer Dorfchronik fertigzustellen.

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