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Region Wedemark Nachrichten Alter Hof und Sandsteinbrunnen neu belebt
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00:17 14.09.2018
Miteigentümer Rüdiger Schmoll (rechts) hat die alten Brunnenringe aufgetan und der Wohneigentümergemeinschaft im Mußmannshof gespendet. Zufrieden mit dem Abschluss dieses Projekts ist der Fachwerk-Experte Uwe Hasbach aus Meitze. Quelle: Kallenbach
Brelingen

Jahrelang wurde ein denkmalgeschütztes Hofensemble an der Hauptstraße 62 in Brelingen restauriert. Nun ist auch der historische Brunnen im Hof wieder zum Leben erweckt worden. Eigentümer, Mieter, Freunde und beteiligte Handwerker feierten diesen offiziellen Schlussakkord auf dem „Mußmannshof“, nachdem zuletzt die Dielenfassade noch aufgearbeitet worden war. Das Haupthaus ist ein Niederdeutsches Hallenhaus – eines der wenigen Baudenkmale in Brelingen.

Niemand muss einen Eimer hinunterlassen in die Tiefe des Brunnens. Es wurde eine Wasserpumpe installiert; bequem aus einem Hahn können die Bewohner der jetzigen Hofgemeinschaft das Nass zum Bewässern des Gartens entnehmen. Der Brunnen an dieser Stelle ist alt verbürgt – genau genommen gilt dies nur für das etwa vier Meter tiefe Brunnenloch, nicht für den jetzt sichtbaren Brunnenaufbau. Der Name Mußmannshof geht auf die Hofgründung des Christoff Mußmann im Jahr 1606 zurück. Seit 1914 wird der Hof von der Brelinger Familie Martens bewirtschaftet – Friedrich Hermann Martens heiratete 1914 die Hoferbin.

Viele Jahrzehnte war der jetzt reaktivierte Brunnen mit einer Betonplatte abgedeckt. Einer der neuen Eigentümer in der Hofgemeinschaft, Rüdiger Schmoll, hat nach langem Suchen in der Heideregion passende Sandstein-Brunnenringe aus dem Jahr 1734 gefunden. Diese wurden auf die alten, im Boden noch vorhandenen Ringe gesetzt. Und, welcher – oder eben auch nicht Zufall: Der Sandsteinbrunnen aus der Heide trägt als Inschrift den Namen Martens.

Alte Bausubstanz erhält modernes Energiekonzept

„Das Projekt Mußmannshof ist damit nun endgültig abgeschlossen“, betonte Uwe Hasbach. Der seit langem in Meitze lebende Diplom-Ingenieur und Geschäftsführer der Wohnbaugesellschaften GfL und Modesta hat allein in der Wedemark zahlreiche große Hofanlagen und Fachwerkhäuser mit historischem Baumaterial wieder auferstehen lassen. Dabei verwirklichte er schon vor vielen Jahren in die Zukunft gerichtete Energiekonzepte.

Schrittweise wurde so auch das Ensemble Mußmannshof unter Einhaltung des Denkmalschutzes saniert und ausgebaut. In den alten Hofgebäuden von 1849 finden sich heute sechs moderne Wohneinheiten. Der alte Wohnteil des Hallenhauses wurde durch die Erschließung von zwei Wohnebenen über dem Erdgeschoss auf mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche erweitert. Zu diesem Hausteil wurde außerdem ein neuer Pferdestall errichtet. „Im weitesten Sinne wird also auf dem Mußmannshof wieder Landwirtschaft betrieben“, unterstrich Hasbach zufrieden.

Was früher Tenne war, wo das Getreide nach der Ernte gedroschen wurde, gibt heute Raum für eine geräumige Dreizimmerwohnung, und im Heuboden ließen sich zwei Maisonetten (Galeriewohnungen) einrichten. In einem Anbau am Haupthaus wirtschafteten die Altvorderen ehemals. Dort waren Waschküche und Stallungen untergebracht; über zwei Ebenen entstand darin eine großzügige Wohneinheit mit fünf Zimmern.

Und schließlich das frühere Backhaus, ein freistehender kleiner Fachwerkbau unter den alten Eichen an der Hauptstraße, Einzelbaudenkmal wie das Haupthaus: Das instand gesetzte Zweizimmerhaus wird zurzeit als Gästehaus und Sauna genutzt.

Von Ursula Kallenbach

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