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Region Uetze Nachrichten Neue Windräder: Modellflieger fordern mehr Abstand
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16:38 19.02.2019
Die Flugtage auf dem Gelände der MFG Uetze erweisen sich stets als Publikumsmagnet. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Modellfluggruppe (MFG) Uetze ist in Sorge: Der Abstand zwischen ihrem Flugplatz und dem Vorranggebiet für die Windenergienutzung im Norden Uetzes soll nur noch 500 Meter betragen. Mit diesem Vorschlag wird die Gemeindeverwaltung in die Beratungen über eine Änderung des Flächennutzungplans gehen. Das erklärt Karin Windhausen, Leiterin des Teams Bauleitplanung, Straßen und Umwelt im Uetzer Rathaus. Ziel dieser Änderung sei eine Neufestsetzung der Vorrangflächen im Gemeindegebiet.

Ursprünglich hatte die Verwaltung eine 800 Meter breite Pufferzone um das MFG-Gelände legen wollen, um den Fortbestand des Flugplatzes zu sichern, der nach dem Luftverkehrsgesetz als Sonderlandeplatz genehmigt ist. Damit wäre das Vorranggebiet Uetze-Nord deutlich kleiner ausgefallen als im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) 2016 vorgesehen. Mit dieser Verkleinerung war laut Windhausen die Firma Windstrom nicht einverstanden, die drei weitere Windkraftanlagen in Sichtweite des MFG-Platzes errichten will.

Um die unterschiedlichen Interessen zu einem Ausgleich zu bringen, habe die Gemeindeverwaltung gemeinsame Gespräche mit der Region, Windstrom und den Modellfliegern in die Wege geleitet, berichtet Rathaussprecher Andreas Fitz. Dabei sei es darum gegangen, die Standorte der geplanten Windräder so zu verschieben, dass die MFG damit leben könne. Bis auf die MFG hätten sich alle anderen Beteiligten mit einer 500 Meter breiten Pufferzone einverstanden erklärt.

„Eine Standortverschiebung bedeutet für uns keine wesentliche Verbesserung. Wir haben das Ganze von einem Gutachter prüfen lassen, und der ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Mindestabstand von 800 Metern gewährleistet sein muss“, sagt der MFG-Chef Sebastian Brandes. Die Modellflugzeuge starteten meistens in Richtung Westen. Sie kämen dann genau in die Luftverwirbelungen hinein, die die geplanten Windräder erzeugten. „Ein sicherer Modellflug ist unter diesen Umständen nicht möglich“, gibt Brandes zu bedenken. Notfalls werde die MFG gegen die Genehmigung der neuen Windenergieanlagen klagen.

„Wir sind immer noch gesprächsbereit“, betont Brandes. Die MFG führe über ihren Rechtsanwalt Verhandlungen mit Windstrom. Sie warte derzeit auf eine Antwort auf einen Brief an das Unternehmen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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