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In der Olen Dorpschaule haben der Uetzer Heimatbund, die Modellfluggruppe und der Modelleisenbahnverein feste Räume. Außerdem gibt es einen Versammlungsraum, der nicht fest vermietet ist.

In der Olen Dorpschaule haben der Uetzer Heimatbund, die Modellfluggruppe und der Modelleisenbahnverein feste Räume. Außerdem gibt es einen Versammlungsraum, der nicht fest vermietet ist.
© Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze

Vereine sollen mehr bezahlen

Gemeindeverwaltung schlägt höhere Gebühren für Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser vor

Uetze.  Um Räume in den Dorfgemeinschaftshäusern nutzen zu können, müssen die Vereine und sonstigen Organsationen wohl tiefer in ihre Kasse greifen als bisher. Die Gemeindeverwaltung schlägt eine 50-prozentige Beteiligung an den Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten – zum Beispiel für Strom, Heizung, Wasser und Abwasser – vor. Sie begründet die Erhöhung mit der „desolaten finanziellen Situation“ der Kommune. Eine Miete will sie auch weiterhin nicht verlangen.

Die überarbeitete Nutzungs- und Gebührenordnung soll nicht nur mehr Geld in die Gemeindekasse bringen, sondern auch die bisherige Ungleichbehandlung zwischen den Dauernutzern und den regelmäßigen beziehungsweise gelegentlichen  Nutzern beseitigen. Bisher müssen die Dauernutzer wie zum Beispiel der Hänigser Heimatbund für seine Heimatstube im Haus am Pappaul, die Modellfluggruppe für ihre Jugendräume in der Olen Dorpschaule oder die Dorfgemeinschaftsjugend Dedenhausen für ihren Raum in der alten Dedenhausener Schule 25 Prozent der Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten bezahlen. Sie haben fest zugewiesene Räume, die sie allein nutzen. Hingegen müssen Vereine, die sich in festen Intervallen oder gelegentlich in Räumen der Dorfgemeinschaftshäuser treffen, nichts bezahlen.

Künftig sollen die Dauernutzer die Hälfte der anfallenden Kosten übernehmen. Von den  regelmäßigen und häufigen Nutzern will die Verwaltung vergleichbare Pauschalbeträge verlangen, die sich an den Raumgrößen orientieren. Zum Beispiel sind für die Diele im Haus am Pappaul vier Euro je Stunde und für den Versammlungsraum in der Olen Dorpschaule zwei Euro pro Stunde im Gepräch. Von den Kirchengemeinden, der Volkshochschule und der Musikschule sollen auch weiter keine Gebühren erhoben werden.

Außerdem schlägt die Verwaltung einen deutlich höhren Gebührensatz für Großveranstaltungen wie Tagen der offenen Tür  vor.  So empfiehlt sie, 120 Euro für Veranstaltungen in der Diele des Hauses am Pappaul zu nehmen, die länger als drei Stunden dauern. „Große Veranstaltungen verursachen deutlich mehr Verbrauchs- und Reinigungskosten, denen betriebswirtschaftlich Rechnung getragen werden sollte“, heißt es in der Ratsdrucksache.

Die Gebührenordnung ist seit 1995 nicht mehr geändert worden. 2015 hatte die Verwaltung eine Erhöhung auf 100 Prozent der Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten vorgeschlagen. Bürgermeister Werner Backeberg zog damals aber nach Protesten der CDU und der Grünen den Vorschlag zurück. 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller


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Uetze ist ...

  • ... eine Gemeinde zwischen Hannover, Peine und Celle mit 20.000 Einwohnern.
  • ... gelegen an den Flüssen Fuhse und Erse.
  • ... eines der größten Zwiebelanbaugebiete Deutschlands. Nicht umsonst feiert man hier jährlich das Zwiebelfest.
  • ... Standort gleich für zwei Freibäder und für den Erse-Park.
  • ... 6x pro Woche Thema im Anzeiger, die als Heimatzeitung in Uetze der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.