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Region Uetze Nachrichten Der Schulhof ist noch immer eine Baustelle
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18:13 25.09.2018
Nur die gepflasterte Fläche zwischen dem Schulgebäude (rechts) und der Olen Dorpschaule (links) steht den Schülern als Pausenhof zur Verfügung. Der übrige Schulhof ist noch Baustelle. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Burgdorf

In der neuen Außenstelle der Burgdorfer Schule am Wasserwerk, die die Region Hannover in der früheren Stötzner-Schule in Uetze eingerichtet hat, läuft noch nicht alles rund. Das Hauptproblem: Der Schulhof ist immer noch Baustelle. „Die Hoffnung des Kollegiums ist, dass in den Herbstferien die Restarbeiten erledigt werden“, sagt Thomas Stopper, Leiter der Förderschule für geistige Entwicklung.

Mit einer Woche Verspätung waren fünf Klassen der Burgdorfer Schule am Wasserwerk nach den Sommerferien in Uetze ins Erdgeschoss der früheren Stötzner-Schule und in die auf dem Gelände aufgestellte Containeranlage umgezogen. Da habe an der neuen Außenstelle der Schule noch das Chaos geherrscht, erinnert sich der Elternratsvorsitzende Detlef Koch. Zum Beispiel gab es laut Stopper noch nicht überall barrierefreie Zugänge. Auch Toiletten und der Gasanschluss seien noch nicht fertig gewesen. „Jetzt sieht es schon wie eine Schule aus“, stellt Koch fest.

Eine Gartenbaufirma gestaltet immer noch den Schulhof. „Der Baustellenlärm ist ein ständiger Begleiter“, sagt Stopper. Wegen der Bauarbeiten können die 35 Schüler in den Pausen nur auf der gepflasterten Fläche zwischen dem Schulgebäude und der Olen Dorpschaule spielen. Die Klassen, die in den Containern untergebracht sind, müssen derzeit über den Gehweg an der Eigenstraße zum Pausenhof gehen. Weil dort zu wenig Platz sein, gingen einige Lehrer mit den Schülern ins nahe Freibad, damit diese dort während der Pausen an Spielgeräten turnen könnten, berichtet Stopper. Auch wenn das für Koch keine Dauerlösung sein kann, hat es für ihn auch einen positiven Aspekt: Auf dem Weg zum Freibad kämen die Schüler unter Leute und nähmen so am gesellschaftlichen Leben teil.

Nach Stoppers Worten klappt die Essensanlieferung im Altbau gut. Dort werden die Speisen klassenweise portioniert. Anschließend holen die Schüler das Essen in Thermobehältern auf Rollwagen für ihre Klassen ab. Deshalb wurde auf dem Schulhof ein überdachter Gang zu den Containern gebaut. Doch der kann derzeit wegen der Baustelle noch nicht genutzt werden, sodass die Schüler die Rollwagen über den Bürgersteig der Eigenstraße schieben.

„Die Schülerbeförderung funktioniert – mit dem Manko, dass für Schüler, die zum Beispiel zum Therapieschwimmen nach Burgdorf fahren müssen, lange Fahrzeiten entstehen“, sagt der Schulleiter. Die Eltern waren laut Koch gegen die Verlegung der Außenstelle nach Uetze, weil die Fahrten zulasten der Therapien gehen. „Mein Sohn hat weniger Logopädie und Ergotherapie, weil die Fachkräfte pendeln müssen“, erklärt er. „Es ist auch schwierig, eine Schulveranstaltung für alle Schüler zu organisieren“, sagt Stopper. „Es ist ein Mordsaufwand, die Kinder hin und her zu transportieren“, pflichtet ihm Koch bei. Daher werde es in diesem Jahr zwei Weihnachtsfeiern geben.

Geplant ist, dass die Busse, die die Schüler bringen, über den Schulhof fahren sollen. Damit die Busse den Hof passieren können, ist die Überdachung des Ganges an einer Stelle höher. Wegen der Baustelle halten die Busse zurzeit auf der Eigenstraße. „Da ist das Aussteigen nicht ungefährlich“, gibt der Elternratsvorsitzende angesichts des regen Verkehrs zu bedenken.

Aber es ist nicht alles schlecht. Koch bescheinigt den Lehrer, einen „guten Job“ zu machen. „Die Kinder fühlen sich wohl. Das ist das Wichtigste,“ betont er. Auch die hellen Räume seien in Ordnung.

Wann wird Burgdorfer Standort erweitert?

Die Landesschulbehörde hat die Außenstelle in Uetze nur für fünf Jahre genehmigt. „Was passiert mit dem Hauptstandort in Burgdorf am Wasserwerksweg?“ fragt der Elternratsvorsitzende Detlef Koch. Das dortige Gebäude sei einst für 50 Schüler konzipiert worden. Jetzt würden dort aber 121 unterrichtet und betreut. Für Koch stellt sich die Frage, ob man mit einem Anbau das Raumproblem lösen kann. Nach seiner Ansicht muss die Region Hannover als Schulträger schon jetzt mit der Planung beginnen.

Bisher hatte die Schule am Wasserwerk eine Außenstelle in Burgdorf in der Prinzhornschule. Die dortigen Räume stehen der Schule demnächst nicht mehr zur Verfügung. Zurzeit sind dort noch zwei Klassen untergebracht, die in Trainingswohnungen umziehen sollen. Die Stadt Burgdorf benötigt die Prinzhornschule selbst. Dort sollen zwei Jahrgänge der neuen IGS einziehen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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