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Region Uetze Nachrichten Alte Windräder werden zum Ersatzteillager
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17:55 14.02.2019
Diese abmontierten Rotorblätter einer Altanlage liegen zum Abtransport bereit. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Katensen

Die Arbeiten für die Erneuerung des Windparks zwischen Uetze und Katensen laufen auf vollen Touren. In diesen Tagen lässt die Projektierungsfirma BayWa r.e. das letzte acht älterenWindräder demontieren, um Platz zu schaffen für acht moderne und vor allem doppelt so hohe Windenergieanlagen (WEA). Ihre Rotoren sollen bereits ab August drehen und Strom erzeugen.

Seit Januar werden die Altanlagen mithilfe eines 250- und eines 500-Tonnen-Krans in ihre Einzelteile zerlegt. Ursprünglich sollte der Abbau des achten Windrads am Mittwoch beginnen. Doch es war dafür zu windig. Deshalb wurde die Demontage auf Donnerstag verschoben. „Ein Teil der alten Windkraftanlagen wird recycelt“, sagt Projektleiter Arne Stei. Noch an Ort und Stelle würden die Segmente der Türme in der Mitte aufgeschweißt, um sie zu einer Recyclinganlage transportieren zu können. Dort würden sie wie der Stahl aus den Fundamenten eingeschmolzen. Einige Rotorblätter würden ebenfalls recycelt. Die übrigen Flügel und die Gondeln sollen als Ersatzteillager dienen.

Im Herbst hatte BayWa r.e. mit den Vorbereitungen des Repowerings begonnen. Damals hatte ein Unternehmen die Zufahrten zu den neuen Standorten der acht neuen WEA und die Stellflächen für die Kräne angelegt. Derzeit zertrümmern Bagger den Beton der alten Fundamente. Der zerkleinerte Beton finde im Wegebau und bei der Befestigung von Kranstellflächen eine Wiederverwendung, sagt Bernhard Urich, Mitarbeiter der BayWa-r.e.-Projektentwicklung. Außerdem werden momentan die Baugruben für die neuen Fundamente ausgehoben. Eine Fachfirma hat bereits einen Teil der Kabel zu den neuen Anlagen verlegt. „Jedes Gewerk hat seine Spezialisten“, betont Urich.

BayWa r.e. rechnet mit der Anlieferung der Teile für die acht neuen Anlagen ab Mai, . „Ab Juni werden die neuen Türme errichtet“, kündigt Urich an. Geplant ist, dass drei Bürgerenergiegesellschaften die Windräder im August in Betrieb nehmen. Die neuen WEA haben laut Projektleiter Stei eine Nabenhöhe von 139 Metern und eine Rotorlänge von 61 Metern, sodass sich eine Gesamthöhe von 200 Metern ergibt. Sie werden somit doppelt so hoch wie die alten. Die Leistung der neuen Anlagen liegt bei jeweils 3,4 Megawatt.

Die neunte Altanlage des Windparks bleibt stehen. Sie steht außerhalb des Vorranggebiets für die Windenergiegewinnung, dessen Grenzen die Region Hannover im Regionalen Raumordnungsprogramm 2016 neu gezogen hat. Wegen dieser Änderung reicht der Windpark künftig 900 Meter an die Wohnbebauung heran. Bisher betrug der Mindestabstand 1000 Meter. Der Windpark wird zusammen mit der Altlanlage eine Gesamtleistung von 28,7 Megawatt haben und rechnerisch rund 22.000 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom versorgen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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