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Nachrichten Gemeinde will Modellflugplatz erhalten
Region Uetze Nachrichten Gemeinde will Modellflugplatz erhalten
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14:21 26.08.2018
Die Modellfluggruppe Uetze richtet auf ihrem Flugplatz bei Bröckel auch internationale Wettbewerbe aus. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Gemeindeverwaltung will die Existenz der Modellfluggruppe (MFG) Uetze sichern. Bei der Neufestsetzung der Vorranggebiete für die Nutzung von Windenergie will sie im Flächennutzungsplan einen Abstand von 800 Metern zum Flugplatz der MFG festschreiben. Damit würde das Vorranggebiet Uetze-Nord im Flächennutzungsplan der Gemeinde weitaus kleiner ausfallen als im regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) der Region Hannover vorgesehen. Das hätte zur Folge, dass ein Hannoversches Unternehmen seine Pläne nicht verwirklichen kann, in Sichtweise des Flugplatzes drei Windräder zu errichten. Das Gelände der MFG liegt östlich der Landstraße Uetze-Bröckel.

Die MFG hatte sich von dem Projekt in seiner Existenz bedroht gefühlt. Sie hatte angekündigt, gegebenenfalls gegen die Genehmigung zu klagen. Nach Angaben der MFG verursachen die drehenden Rotoren Luftverwirbelungen, die das Steuern der Modellflugzeuge unmöglich machten. „Die Wirbelschleppen der Windkraftanlagen beeinträchtigen den Modellflug“, bestätigte die Planerin Ulrike Kubersky, als sie den Entwurf für die Änderung des Flächennutzunsplans dem Ratsausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung vorstellte. Weil der Gemeinde der Erhalt des Modellflugplatzes wichtig sei, habe sie um den Platz einen Radius von 800 Metern geschlagen, in dem keine neue Windkraftanlagen aufgestellt werden sollen. „Das hat zur Folge, dass die Vorrangfläche stark beschnitten wird“, sagte Kubersky. „So ist der Bestand des Modellflugplatzes gesichert“, folgerte Ratsherr Olaf Reese (Freie).

Kubersky schlägt außerdem vor, auf den Landeplatz für Ultraleichtflieger bei Katensen Rücksicht zu nehmen. Weil diese nicht nach Norden starten dürften, reiche in diese Richtung ein Sicherheitsabstand von 500 Metern aus, erläuterte Kubersky. Für die übrigen Himmelsrichtungen soll wie beim Modellflugplatz ein Mindestabstand von 800 Metern gelten. Nach diesem Vorschlag würde sich das Vorranggebiet Uetze-Süd geringfügig verkleinern.

Etwas kleiner als im RROP sollen auch die Vorranggebiete in Hänigsen und Schwüblingsen ausfallen. Kubersky hat beim Mindestabstand von 600 Metern zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen im Außenbereich nicht die Gebäude, sondern die Grundstücke betrachtet, auf denen die Häuser stehen. Über die Änderung des Flächenutzungsplans entscheidet der Rat.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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