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Region Uetze Nachrichten Sturm Nadine kommt Gemeinde teuer zu stehen
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00:17 12.10.2018
Bauhofmitarbeiter räumen unmittelbar nach dem Sturm den Schulverbindungsweg Dedenhausen-Eltze frei. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Der Sturm, der am 9. August über die Gemeinde Uetze hinweggefegt ist, wird die Kommune weit mehr als 60.000 Euro kosten. Das teilte Gemeindesprecher Andreas Fitz auf Anfrage mit. Das Gewittertief Nadine hatte besonders in Dedenhausen, Eltze und Abbeile gewütet. „Da schlug der Sturm richtig zu“, berichtet Uetzes Umweltsachbearbeiter Johannes Leßmann.

Aufgabe des Bauhofs war es, die Sturmschäden auf den gemeindeeigenen Straßen, Wegen und Plätzen zu beseitigen. „Priorität hatte, die Verkehrswege wieder frei zu bekommen“, sagt Leßmann. So haben Gemeindemitarbeiter gleich am nächsten Morgen nach dem Orkan auf dem Schulverbindungsweg zwischen Dedenhausen und Eltze die umgekippten Bäume beseitigt, weil dort Linienbusse entlangfahren. Außerdem waren etliche Wirtschaftswege blockiert. Landwirte hätten im Rathaus angerufen, weil sie befürchteten, für die Ernte ihre Felder nicht erreichen zu können. Die Aufräumarbeiten sind laut Leßmann bis heute nicht abgeschlossen. „Nach dem Freischneiden bleiben noch Restarbeiten. Es müssen zum Beispiel noch Wurzelteller beseitigt werden.“

Laut Fitz wird der kommunale Eigenbetrieb Gebäudeservice und Bauhof dem Fachbereich II, der für die Unterhaltung der gemeindeeigenen Straßen und Wege zuständig ist, 50.000 bis 60.000 Euro für die Aufräumarbeiten in Rechnung stellen. Das seien nur die internen Kosten. „Wir haben auch Firmen beauftragt“, sagt Fitz. Da lägen noch nicht alle Rechnungen vor. „Daher muss man davon ausgehen, dass es deutlich mehr als 60.000 Euro werden.“

Diese Baumstämme will die Gemeindeverwaltung als Stammholz vermarkten. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Beim Aufräumen ist natürlich Holz angefallen. „Es ist Ziel, es als Stammholz zu vermarkten“, sagt Fitz. Viele Baumstämme seien zu schade, um sie als Brennholz zu verkaufen. Weil auf dem Bauhof noch Holz vom vorherigen Sturm liege, lagern die Bauhofmitarbeiter die besseren Stämme an anderen Stellen. Die Gemeinde wolle sich der Forstbetriebsgemeinschaft Burgdorf, einem Dienstleister für privaten und kommunalen Waldbesitz, anschließen und diese mit der Vermarktung beauftragen, kündigt Fitz an: „Holzverkauf ist nicht das Kerngeschäft des Bauhofs.“ Außerdem machten große Holzaufkäufer in der Regel mit der Forstverwaltung Geschäfte.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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