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Region Uetze Nachrichten Erste Frühkartoffeln werden schon gepflanzt
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14:02 17.02.2019
Erntehelfer sitzen auf der Pflanzmaschine und setzen mit deren Hilfe die vorgekeimten Knollen in den Boden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dedenhausen

Das Frühlingswetter im Winter macht es möglich: Im Raum Uetze haben Landwirte schon am Sonnabend, also ungewöhnlich früh, die ersten Frühkartoffeln gepflanzt. Zu ihnen zählt Bernd Gellermann aus Dedenhausen. Mit seinem Sohn Hendrik und Erntehelfern hat er ein Feld zwischen Dedenhausen und Eltze bestellt.

Laut Gellermann werden üblicherweise erst ab der zweiten Märzwoche vorgekeimte Knollen in den Boden gesetzt. Der diesjährige sehr frühe Pflanztermin sei mit Risiken behaftet, sagt Gellermann. „Wir haben erst Mitte Februar, also noch Winter“, gibt er zu bedenken. Auch wenn die Meteorologen für mehrere Tage schönes Wetter vorhergesagt hätten, könne es immer noch zu einem Wintereinbruch kommen.

Sorge vor dem Frost

Der Landwirt erinnert an das Jahr 2013: „Da haben wir ab dem 4. März vier Tage lang gepflanzt. Danach hatten wir vier Wochen lang Frost und Schnee“. Am Boden sei es bis zu minus 14 Grad kalt gewesen. „Da hatten wir Angst, dass die Pflanzkartoffeln in der Erde kaputt frieren“, erzählt Gellermann. Diese Befürchtung könne angesichts der sich häufenden Wetterkapriolen durchaus wieder eintreten.

Derzeit können die Landwirte mit ihren Traktoren und Maschinen nur auf die höher gelegenen Flächen mit leichten Böden. Sie trocknen schneller ab. Dabei spielt ihnen in die Karten, dass es auch nach dem trockenen Sommer wenig geregnet hat. „Seit Oktober hatten wir nur 120 Millimeter Niederschlag. Das ist für den Winter fast gar nichts“, stellt Gellermann fest. „Die Bodenstruktur ist super“, fügt er hinzu.

Arbeitskräfte fehlen in der Landwirtschaft

Gerade rechtzeitig zur Frühjahrsfeldbestellung sind die polnischen Erntehelfer eingetroffen. „Im Moment sind die Arbeitskräfte in der Landwirtschaft knapp“, weiß der Dedenhausener. Aus seiner Stammbelegschaft seien einige krank oder in die Industrie abgewandert.

Gellermann pflanzt jetzt Knollen der frühen Sorte Annabelle. „Das ist eine längliche, festkochende Salatkartoffel von höchster Qualität“, schwärmt er. Er hofft, sie um den 10. Mai herum ernten zu können. „Wenn man sehr früh pflanzt, heißt das nicht, dass man zwei Wochen früher ernten kann“, sagt er. Das Wachstum hängt sehr stark vom Wetter im April ab. Da dürfe es nachts nicht zu kalt und am Tage nicht zu heiß werden. „Um die 20 Grad am Tag sind optimal“, sagt Gellermann

Um das Wachstum zu fördern, decken die Landwirte die bestellten Felder mit Folien ab. Die Sonne erwärme darunter die Luft, erläutert Gellermann. Außerdem speichere die Folie über Nacht die Wärme. Dann kühle der Boden nicht so sehr aus.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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