Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Osterstraße soll keine Durchgangsstraße werden
Region Uetze Nachrichten Osterstraße soll keine Durchgangsstraße werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:40 03.06.2018
Dirk Rentz (Fünfter von rechts) begrüßt im Nahmen der Ratskoalition die Anwohner der Osterstraße an der Ecke Oster-/Mühlenstraße. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Osterstraße soll auch nach der Sanierung ihre bisherige Funktion als Sammelstraße für das angrenzende Wohngebiet behalten und keine innerörtliche Durchgangsstraße werden. Dafür haben sich Anwohner während eines Ortstermins mit Vertretern der Mehrheitskoalition im Uetzer Rat ausgesprochen.

Bei der Begrüßung hatte CDU-Fraktionschef Dirk Rentz daran erinnert, dass die Gemeindeverwaltung drei Varianten für den Ausbau der Straße zur Diskussion bestellt hat: innerörtliche Durchgangsgsstraße, die die Dedenhäuser mit der Gifhorner Straße verbindet, Sammelstraße für das angrenzende Wohngebiet und reine Anliegerstraße. Rentz und der Bauausschussvorsitzende Werner Hübner (CDU) wiesen darauf hin, dass die Anlieger für die drei Straßentypen unterschiedlich hohe Anliegerbeiträge bezahlen müssen. Zum Beispiel müssen die Anlieger für die Fahrbahn einer Durchgangsstraße 30 Prozent der Kosten übernehmen, für die einer Sammelstraße 40 Prozent und für die einer Anliegerstraße 75 Prozent.

„Die Prozentzahlen sind eine Sache“, ergriff daraufhin Anwohner Wolfgang Wrede das Wort. Die Höhe der Anliegerbeiträge hänge aber auch von den Baukosten ab, gab er zu bedenken. Die Kosten für eine Durchgangsstraße seien sicherlich am höchsten, weil sie mehr Lastwagenverkehr verkraften müsse. Eine Durchgangsstraße wolle keiner der Anlieger. „Die Verkehrsführung soll nicht geändert werden“, forderte Wrede. „Wir haben bisher gut mit einer Sammelstraße gelebt“, pflichtete ihm Anwohner Norbert Nentwig bei. Nach Hübners Einschätzung entspricht das Verkehrsaufkommen auf der Osterstraße dem auf einer Sammelstraße.

Kritik gab es auch an dem Vorschlag der Verwaltung, die gesamte Osterstraße zu erneuern. Der südliche Abschnitt sei Ende der Sechzigerjahre asphaltiert worden, erinnerte sich Anlieger Edgar Harms. „Dafür haben die Anwohner damals bezahlt. Da hat heute keiner Lust, noch einmal in die Tasche zu greifen“, sagte er. Der Zustand der Fahrbahn sei dort nicht so schlecht, dass sie saniert werden müsse.

Anwohner Frank Bahlau ließ nicht das Argument der Verwaltung gelten, dass der Wasserverband Peine in dem Bereich teilweise den Regen- und den Schmutzwasserkanal in offener Bauweise erneuern will. Der Wasserverband Peine müsse nach der Kanalsanierung die Fahrbahn wieder herrichten und asphaltieren, hielt Bahlau dagegen.

Wrede bat darum zu prüfen, ob es nicht ausreiche im Norden der Osterstraße, wo sie mit Blaubasalt gepflastert ist, die Gehwege zu befestigen. Unstrittig war die Sanierung des mittleren Teilstücks. Da rumpeln die Auto über unebenes Kopfsteinpflaster.

Nach dem Ortstermin diskutieren Anwohner und Kommunalpolitiker noch in kleinen Gruppen an der Kreuzung Osterstraße/Seeweg miteinander. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Umbau des Uetzer Freibads in ein Naturerlebnisbad liegt wieder im Zeitplan. In Kürze wird die Genossenschaft selbst das Becken des Biofilters mit Schilf bepflanzen.

02.06.2018

Der Dollberger Heimatverein will das Blaue Haus von der Gemeinde übernehmen. Doch Probleme beim Brandschutz stellen das Vorhaben infrage. Vereinschef Henning Rase drängt auf eine schnelle Lösung.

02.06.2018

Busfahrten von Dedenhausen nach Uetze dauern ein kleine Ewigkeit. Daher hat die Dedenhausener Zukunftswerkstatt das Projekt Mitfahrbank ins Leben gerufen.

02.06.2018