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Nachrichten Osterstraße: Anlieger fordern niedrigere Ausbaubeiträge
Region Uetze Nachrichten Osterstraße: Anlieger fordern niedrigere Ausbaubeiträge
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12:14 17.03.2019
Die Fahrbahn der Osterstraße soll nach der Sanierung 5,50 Meter breit werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

In der hitzigen Diskussion über die Sanierung der Osterstraße haben sich die Wogen etwas geglättet. Die meisten Anlieger scheinen den geplanten Ausbau auf der gesamten Länge mit einer Fahrbahnbreite von 5,5 Metern zu akzeptieren. Während einer Informationsveranstaltung im Rathaus brachten sie aber ihre Sorge zum Ausdruck, dass sie bei den Anliegerbeiträgen über Gebühr zur Kasse gebeten werden.

Nach groben Berechnungen der Gemeindeverwaltung müssen die Anwohner 17 bis 18 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche zahlen. Das wäre etwa dreimal so viel, wie es in der Vergangenheit üblich war. „Uns brennt die Frage der Kosten, die auf uns zukommen, immer noch unter den Nägeln“, sagte Anwohner Wolfgang Wrede. Es könne nicht Anliegen der Gemeinde sein, Leute in den Ruin zu treiben. Die Summen, die im Raum stünden, könnten einige Anlieger der Osterstraße nicht aufbringen. „Es muss darum gehen, die 18 Euro zu reduzieren“, pflichtete Edgar Harms seinem Vorredner bei. „Wir müssen uns für eine Straße, die jeder benutzen darf, verschulden“, klagte Ina Nentwig. Deshalb könne die Verwaltung nicht einfach weiter planen.

„Wir haben die Problematik erkannt und werden uns intensiv um eine Lösung bemühen“, sagte Bürgermeister Werner Backeberg. Wie diese aussehen werde, könne er noch nicht sagen. Er räumte ein, dass die Grundstückseigentümer an der Osterstraße in einer besonderen Weise belastet würden, wie es bisher in der Gemeinde Uetze noch nicht vorgekommen sei. Man müsse eine stichhaltige Begründung finden, weshalb man von den Vorgaben der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) der Gemeinde abweiche. Eine Beitragspflicht entstehe erst in etwa zweieinhalb Jahren, wenn die Endabrechung für die Straßensanierung vorliege. Die Zeit müsse man nutzen, um eine Lösung zu finden.

Bürgermeister Werner Backeberg (stehend) informiert im Rathaus Anwohner der Osterstraße und Kommunalpolitiker über die Verhandlungen mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Zuvor hatte Backeberg über die Verhandlungen mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr berichtet, von der üblichen Fahrbahnbreite von sechs Metern für eine Straße mit einer „innerörtlichen Verbindungsfunktion“ abweichen zu dürfen. „Wir haben uns absegnen lassen, dass die Fahrbahn 5,5 Meter breit sein darf“, sagte der Bürgermeister. Wo es möglich sei, soll auf beiden Seiten ein Gehweg angelegt werden. „Wir haben auch besprochen, Überwege bauen zu dürfen“, ergänzte Backeberg.

Auf dieser Grundlage habe die Verwaltung bei der Landesbehörde einen Zuschussantrag für den Gemeindeanteil an den Baukosten gestellt, berichtete er. Die Verwaltung geht von Baukosten in Höhe von 970.000 Euro aus. Die Gesamtkosten veranschlagt sie mit 1,2 Millionen Euro. Davon müssen die Anlieger nach gegenwärtigem Stand die Hälfte übernehmen.

Eine weitere Sorge der Anwohner ist, dass der Verkehr auf der Osterstraße zunehmen wird. Nach den Worten des zuständigen Fachbereichsleiters Sven Kuchenbecker sollen der Verkehr von der Dedenhäuser Straße weiter über die Nordmann- und die Kaiser- zur Gifhorner Straße geleitet werden. An der Anmündung Oster-/Dedenhäuser Straße werde kein Wegweiser nach Gifhorn aufgestellt.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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