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Region Uetze Nachrichten Hänigser Sportheim steht auf Mülldeponie
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00:51 10.03.2018
Das Sportheim (hinten) und die Garagen davor sind auf einem Plateau gebaut worden, unter dem sich eine Mülldeponie befindet. Quelle: Schiller
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Hänigsen

 Das Hänigser Sportheim ist nicht nur marode. Nach neuen Erkenntnissen der Gemeindeverwaltung steht es auf einer ehemaligen Hausmülldeponie. Wie sich das auf die Überlegungen auswirkt, das Gebäude zu sanieren oder ein neues Sportheim zu bauen, lässt sich nach den Worten des Leiters des kommunale Eigenbetriebs Gebäudeservice und Buahof,  Frank Hacke, noch nicht sagen.

Erste Hinweise auf die frühere Müllkippe habe die Verwaltung während der Gespräche mit dem TSV Friesen Hänigsen über die Zukunft des saniergungsbedürftigen Gebäudes erhalten. Außerdem hätten in jüngster Zeit Anwohner berichtet, dass sie aus alten Erzählungen von Müllablagerungen auf dem Gelände wüssten, sagt Hacke.

„Das Altlastenverdachtskataster der Region Hannover enthielt bisher keine Hinweise“, sagt er. Daher habe er in alten Unterlagen der früheren Gemeinde Hänigsen recherchiert: „Im Archiv bin ich fündig geworden.“ 1961 habe die Gemeinde Hänigsen bei der damaligen Bezirksregierung Lüneburg einen Förderantrag für den Sportheimbau gestellt. Die Bezirksregierung habe wissen wollen, wieso die Baukosten von 240.000 auf fast 400.000 Mark gestiegen seien. Die Hänigser Verwaltung habe den Kostenanstieg damit begründet, dass die Bauarbeiter bei den Gründungsarbeiten auf Müll gestoßen seien und daher eine aufwendigere Gründung erforderlich gewesen sei.

Über diesen alten Aktenvermerk hat Hacke die Regionsverwaltung informiert. Diese nahm daraufhin das Grundstück, auf dem das Sportheim und einige Garagen stehen, in das Altlastenverdachtskataster auf. Die Region Hannover plane nun Sondierungsbohrungen, berichtet Hacke: „Der Zeitpunkt steht noch nicht fest.“ Die Region werde die Kosten tragen.

Das Grundstück mit dem Sportheim und das benachbarte Stadion waren früher ein Kiesabbaugebiet. Die Region habe der Gemeindeverwaltung alte Luftbildaufnahmen zur Verfügung gestellt, berichtet Hacke. Die Fotos ließen den Schluss zu, dass entlang der Windmühlenstraße Müll abgekippt wurde, während noch im hinteren Bereich Kies abgebaut wurde. Die Abfälle seien dann mit Boden abgedeckt worden. So sei das heutige Plateau entstanden, das etwa fünf Meter unter der Straße liegt und auf dem das Sportheim sowie Garagen stehen.

„Es gibt bisher keinerlei Erkenntnisse, was genau abgelagert wurde“, sagt Hacke. Von den Ergebnissen der Sondierungsbohrungen hingen die Sportheimplanungen ab.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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